Die KUK empfiehlt: Tagung „Hochschullehre und Kritik“ 9.-10.10.15

Hier noch einmal der Hinweis auf den Workshop "Hochschullehre &
Kritik“ der vom 9. bis 10.10.2015 an der Uni Kassel (Arnold-Bode-Str. 2,
Raum 0401) stattfindet und von der AG „kritische Lehre“ der AkG und
reflect! e.V. organisiert wird. Das Programm findet ihr im unten

Anmeldungen bis zum 5. Oktober 2015, an:
Workshop-KritischeLehre(ät]reflect-online.org

Programm "Hochschullehre und Kritik" Okt 2015 Kassel

Gender untroubled? Strategien gegen (rechten) Geschlechterpopulismus

Die KUK lädt herzlich zur neuen Veranstaltungsreihe ein:

Gender untroubled? Strategien gegen (rechten) Geschlechterpopulismus

28.01.2015 | 20.00
Die AfD und ihre Maskulist_innen
Input und Diskussion mit Andreas Kemper

17.02.2015 | 20.00
Antifeminismus im medialen Diskurs
Input und Diskussion mit Isolde Aigner

Der Vortrag widmet sich antifeministischen Denkmustern in Leitmedien am Beispiel des FOCUS. Anschließend können wir uns in Kleingruppen und anhand von Artikeln mit antifeministischen Strategien auseinanderzusetzen.

04.03.2015 | 20.00
Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken
Lesung und Diskussion mit dem Herausgeber_innen-Kollektiv Fantifa

Alle Veranstaltungen finden im KUK-Raum statt (Uni Kassel | Nora-Platiel-Str. 6 | Raum 0213)

gender_untroubled

 

Hinweis: 1.12.14 „KAGIDA“-Demo in Kassel – Gegenaktionen geplant

wir möchten auf folgenden Aufruf der Gruppe T.A.S.K. hinweisen:

„Montag, 1. Dezember 2014: Den Aufmarsch unter dem Motto “Kassel Gegen Islamisierung Des Abendlandes” verhindern! Gegenaktivitäten geplant!

Am Montag, den 1. Dezember 2014 soll in Kassel eine Demonstration von “Kassel Gegen Islamisierung Des Abendlandes” (KAGIDA) stattfinden. Diese wird derzeit auf Facebook von einer gleichnamigen Seite beworben und soll um 18:30 Uhr vor dem Hauptbahnhof beginnen und anschließend durch die Kasseler Innenstadt führen. Ob und von wem tatsächlich eine Anmeldung vorliegt, ist bisher nicht bekannt.

Offensichtliches Vorbild sind Initiativen wie HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) und PEGIDA (Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes). Während versucht wird, sich von den Hooligans abzugrenzen, wird sich explizit auf die Zusammenarbeit mit PEGIDA aus Dresden bezogen.

Auffällig ist, dass die Organisatoren sich offensichtlich nicht einmal Mühe geben, das eigene Weltbild zu kaschieren. Waren die Initiatoren von HoGeSa noch darum bemüht, es so aussehen zu lassen, als sei nicht prinzipiell der Islam das Feindbild sondern der vermeintlich “radikale Salafismus”, halluzinieren Inititiativen wie KADIGA gleich eine drohende Islamisierung des “Abendlandes” herbei. Der aufgebrachte Mob, der sich gern auch als “Das Volk” verstanden wissen will, konstruiert mit seinem kulturrassistischen Islamhass eine Bedrohung, die so faktisch nicht existiert und schafft einen gesellschaftlichen Diskurs, der jede progressive Religionskritik unmöglich macht.

Auch an weiteren Feindbildern mangelt es nicht: Bei der HoGeSa-Demonstration in Köln wurden nicht nur Journalist_innen gejagt und zusammengeschlagen. Auch Menschen, die aufgrund ihres Erscheinungsbildes irgendwie verdächtig nicht-weiß-uneuropäisch aussehen, wurden im Bahnhof und anschließend in den Zügen angegriffen. Nachdem durch die massive Polizeipräsenz bei der HoGeSa-Kundgebung in Hannover Szenen wie in Köln verhindert wurden, wird versucht, sich als friedliebende Opfer “linksextremistischer Gewalt” zu inszenieren als habe es die Ausschreitungen in Köln nicht gegeben. Zum Anlass wird eine Auseinandersetzung zwischen Antifaschist_innen und HoGeSa-Teilnehmern in Hannover genommen, die mit dem Krankenhausaufenthalt der Hooligans endete. Seit dies bekannt wurde, sprießen Facebook-Seiten in feinster Redwatch-Manier aus dem virtuellen Boden und outen willkürlich Personen, die irgendwie links sind oder für links gehalten werden.

Bei PEGIDA ist man derweil bemüht, wenigstens seriös zu erscheinen. Zwar machen einige der OrganisatorInnen auf ihren privaten Facebook-Seiten keinen Hehl aus ihrem Hass auf Muslime und beziehen sich beispielsweise positiv auf Anders Breivik. Die öffentlichen Demonstrationen verliefen bisher jedoch friedlich. Die Ressentiments werden kodiert artikuliert und die Taktik geht auf: Ähnlich wie bereits vor einem Jahr in Schneeberg finden sich neben Hooligans und Nazis auch Bürger_Innen unter den Demonstrierenden. Während diese sich zwar nicht offen rechts oder gar rechtsradikal positionieren, reichen latent rassistische Ressentiments und Ängste doch als ideologische Schnittmenge aus. Zum Versuch einer emanzipatorischen Kritik des Islamismus kommt es selbstverständlich garnicht erst. Stattdessen wird ein Feindbild konstruiert, das zunächst die Form des Salafisten annimmt, aus dem aber auch schnell „der Muslim“, aus dem schnell „der Migrant“ wird. Linke Initiativen, welche zu Gegenprotesten aufrufen, werden währendessen offen als „Volksfeinde“ tituliert. Die reaktionaeren Grundzüge sind damit eindeutig.

Alle ähnlichen Aufmärschen der letzten Wochen entlarvten die obligatorische Abgrenzung von rechts als bloßes Lippenbekenntnis. Mitmachen darf jeder, von konservativem Wutbürger bis organisiertem Neonazi. Für die Organisatoren nur dann ein Problem, wenn es von den verhassten “Systemmedien” thematisiert wird. So oder so ähnlich wird es auch bei KAGIDA kommen. Schon der Aufruf wirkt wie eine wilde Zusammenstellung aller derzeit aktuellen Themen der radikalen Rechten: “Überfremdung”, Unterwanderung des “Abendlandes”, Zerstörung “unserer Kultur”, Sozialleistungen und unsere Gastfreundschaft ausnutzende “Ausländer”. Irgendwie schaffen es die Organisatoren sogar, eine Brücke zum Geschichtsrevisionismus zu schlagen, indem so getan wird, als sei das schlimmste am Nationalsozialismus die Bombardierung Kassels gewesen.

Sowohl die KAGIDA-Veranstaltung als auch die Seite erfreuen sich bei Facebook reger Beliebtheit und bekamen innerhalb kurzer Zeit mehrere Tausend “Gefällt mir!”-Klicks. Dass Aufmerksamkeit im Internet nicht gleichzusetzen ist mit tatsächlicher Relevanz ist selbstverständlich. Trotzdem hat nicht zuletzt die HoGeSa-Demonstration in Köln gezeigt, dass das Mobilisierungspotential nicht unterschätzt werden darf.

Kommt am 1. Dezember 2014 nach Kassel. Gegenaktivitäten sind derzeit in Planung. Haltet also die Augen offen und euch den Montag Abend frei. Informiert euch über bekannte Kanäle oder auf unserem Blog task.noblogs.org über weitere Entwicklungen.

Keinen Meter für Neonazis und andere RassistInnen!

Für eine progressive Religionskritik!“

Die KUK empfiehlt: Einladung der Fahrradwerkstatt zum Gespräch

Die KUK unterstützt folgende Einladung der Fahrradwerkstatt:

Liebe Studierende und Freunde der Fahrradwerkstatt,

im Zuge der Bemühungen des AStAs und des Teams der Werkstatt eine Satzung, einen rechtlichen Rahmen, für diese zu schaffen, ist uns aufgefallen, dass die Notwendigkeit besteht über das Selbstverständnis, die Aufgaben und Prinzipien der Fahrradwerkstatt zu sprechen.
Wir laden daher am Donnerstag dem 16. Oktober um 20 Uhr zum offenen Gespräch im Desasta ein und würden uns sehr freuen, wenn Ihr mit uns darüber plaudert, was euch unsere Arbeit und die Werkstatt als solche bedeutet und, wenn Ihr Lust habt, an der Satzung mitzuwirken, diese vorläufige (unten) durchlest und Verbesserungsvorschläge mitbringt.
Viele Grüße vom Team

Die KUK empfiehlt: „Tanzen für ein Recht auf Stadt“

Aufruf der Gruppe Recht auf Stadt:

Auf die Straßen! …zur Kasseler Nachttanzdemo am 10.Okrotber 2014

Auch in Kassel verschwinden bezahlbare, offene kulturelle Freiräume mit zunehmender Geschwindigkeit, Mieten steigen und Menschen werden verdrängt. Die Folgen der neoliberalen Entwicklung der Städte machen sich hier wie überall deutlich bemerkbar, ohne dass wir Bewohner_innen die Zukunft Kassels wirklich mitgestalten können. Aber in was für einer Stadt wollen wir eigentlich leben? Und wem gehört die Stadt? An diesem Abend werden wir mit der Nachttanzdemo ein Stück Stadt zurückerobern und nach unseren Wünschen gestalten. Wir wollen laut und tanzend zeigen, dass wir es nicht mehr länger hinnehmen, wie den Bewohner_innen Kassels ihr Recht auf Stadt genommen wird!„Beim Recht auf Stadt geht es darum, dass jedeR – unabhängig vom Status, der Nationalität oder von dem, was er oder sie im Portemonnaie hat – ein Recht hat, da zu sein und mit zu entscheiden, wie (städtisches) Leben gestaltet wird.“
Initiator_innen des Recht-auf-Stadt-Kongresses Hamburg, 2011

Verdrängung? In Kassel?

Kassel feiert sich als eine der dynamischsten Städte Deutschlands. Jetzt lohnt es sich auch endlich wieder für Investor_innen Geld in Kassels Immobilien fließen zu lassen. Kassel holt auf und modernisiert sein Stadtbild von der Friedrich-Ebert-Straße bis zum Wesertorplatz. Alle freuen sich… wirklich alle? Aufwertung bedeutet immer auch Verdrängung. Schon rangiert Kassel in Sachen Mietpreissteigerung auf Platz vier der deutschen Großstädte. In einigen Vierteln führt dies zum Abwandern der Altmieter_innen.Veränderung ist kein Problem aber in welche Richtung und aus welchen Gründen ist die Frage. Es geht nicht um die Bedürfnisse der Menschen, sondern um den (möglichst hohen) Profit. Brachen, Baulücken, Nischen werden bebaut und in Wert gesetzt. Da bleibt kein Raum mehr für Ateliers, Proberäume oder unkommerzielle Kultur. Diesem Verdrängungsprozess fielen in Kassel allein in den letzten 2 Jahren trotz Protesten zahlreiche Räume zum Opfer. So wurde das Trafohäuschen am Lutherplatz geschlossen, das selbstverwaltete Kulturzentrum Karoshi in der Gießbergstrasse musste gehen, die Kulturfabrik Salzmann in Bettenhausen droht zur Ruine zu werden und der Nordflügel am Kulturbahnhof ist schon abgerissen. Diese Projekte waren und sind wertvolle Orte der kulturellen Vielfalt und aktiven Stadtgestaltung.

Recht auf Stadt für alle!

Gegen die Verdrängung von Mieter_innen, subkulturellen Räumen und unliebsamen Gruppen in Randbereiche setzen wir das Recht auf ein Leben in der Stadt für alle! Der gleichberechtigte Anspruch aller Bewohner_innen Kassels auf ein Leben in allen Teilen der Stadt muss ernst genommen werden.Gegen die Stadtentwicklung ohne echte Beteiligung der Bewohner_innen setzen wir ein Recht auf die Gestaltung der Stadt für alle! Mitbestimmung muss mehr sein, als folgenlose Bürger_innenbeteiligung. Mieter_innen, Projekte und Initiativen müssen die Möglichkeit haben, über ihre Belange mit zu entscheiden und über ihren Verbleib, Ersatzgelände usw. mitbestimmen können.

Noch gibt es kaum Platz in der Stadt, um dieses Anliegen zu verbreiten. Deshalb nehmen wir uns am 10. Oktober 2014 den Raum der uns noch bleibt – die Straße! Hier werden wir unseren Protest laut und tanzend unübersehbar machen! Also…

…auf die Straße!

Zur Nachttanzdemo am 10. Oktober 2014,

20:00 Uhr, Startpunkt: Joseph-Beuys-Straße, Nordflügel Hauptbahnhof

Die KUK wird 5! Geburtstagsfeier am 15.06. 12Uhr

die KUK wird 5! Jaja… lange ist es her: Im Jahr 2009 kam das kleine
KUKchen im Zuge des Bildungsstreikes auf die Welt. Seither meckert der
kleine Quälgeist und will damit gar nicht mehr aufhören. Das wollen wir
feiern! Wer sich als Elternteil, Patentante_onkel, Familienmitglied,
Liebschaft, Freund_in sieht oder die KUK einfach lieb hat, ist herzlich
eingeladen am:
15.06. um 12:00 Uhr vorm Desasta (Lucius-Burkhard-Platz, Campus
Holländischer Platz Universität Kassel) zum heiteren Geburtstags Grunch
(Grillen und Brunchen) vorbeizukommen.

Es wäre klasse, wenn jede_r nach Möglichkeit ein bisschen Speis und
Trank mitbringt, was wir dann teilen und gemeinsam genießen können.
Genau so gerne gesehen ist kreativer Krams zum musizieren, jonglieren
und spielen, damit eine echte Geburtstagsfeier daraus wird!

Bis hoffentlich ganz bald
Eure KUK

Die KUK empfiehlt: Demonstration 23.5. gegen „Homoheiler“

Aufruf zur Demonstration gegen „Homoheiler“ in Kassel

Mit großer Sorge blicken wir auf den Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ Ende Mai in Kassel. Leider bietet der Kongress wiederum Referenten und Referentinnen ein Forum, die seit Jahren eine angebliche „Heilbarkeit“ von Homosexualität propagieren. Deshalb rufen wir zu einer Demonstration am Freitag, den 23. Mai 2014, um 16:00Uhr am Kulturbahnhof Kassel auf.

Über den Verband: Das Weiße Kreuz, ein Fachverband im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschland, möchte nach eigener Aussage zum Nachdenken „über sexualethische Werte, die auf das biblische Menschenbild begründet sind“ anregen und für diejenigen tätig sein, „die sich neu orientieren, ihr Leben auf eine andere Basis stellen wollen oder sich alleine nicht zurechtfinden“ [1]. In einer Veröffentlichung namens „Denkangebot“ gibt es nur „homosexuell empfindende Menschen“. Es wird behauptet, Homosexualität sei vor allem bei Männern der Versuch, in einer überzogenen Sexualität ihre psychischen und körperlichen Defizite zu „reparieren“ [2]. Der christliche Fundamentalismus zeigt sich auch bei den tradierten Vorstellungen des Verbandes zu den Themen sexuelle Enthaltsamkeit, Abtreibung oder der Rolle der Frau in der Ehe. Der Verband argumentiert sexistisch, ignoriert die individuelle und sexuelle Selbstbestimmung, propagiert unwissenschaftliche Behauptungen und wirbt für ein diskriminierendes, vorurteilsbeladenes Beratungskonzept.

Die Referent_innen auf dem Kongress: Der Verband veranstaltet seinen diesjährigen Kongress vom 22. bis 24. Mai in Kassel (Leuschnerstr. 72b). Dazu wurde die antihomosexuelle Fundamentalistin Christl Vonholdt vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) als Referentin eingeladen. Das DIJG behauptet, dass die homosexuelle Orientierung nicht eine grundlegende Prägung, sondern eine Identitätsstörung sei. Demgemäß propagiert das DIJK pseudowissenschaftliche Therapiekonzepte mit fatalen Folgen für die betroffenen Menschen. Der Verein Wüstenstrom neigt sogar dazu, Aussteiger_innen zu bedrohen, die über ihre negativen Erfahrungen berichten: So wurden Aussteiger_innen mit haltlosen Abmahnungen überzogen. Im Wüstenstrom-Rundbrief wurden „abgesprungene“ Ratsuchende mit vertraulichen Pseudodiagnosen aus der „Beratungspraxis“ öffentlich diffamiert. Das DIJG behauptet in Vorträgen, homosexuelle Männer seien nicht in der Lage, vertrauensvolle Beziehungen zu führen („maximal zwei Jahre“) und stellt sie als Sexbestien dar. Auf dem Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ sollen diese pseudowissenschaftlichen Thesen wieder propagiert werden. Erneut soll für die zweifelhaften Beratungsangebote des DIJG und von Wüstenstrom geworben werden.

Unsere Kritik: In mehreren Aufrufen und Aktionen des Bündnisses gegen Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus, des LSVD und anderen Verbänden [3] wurde das Weiße Kreuz wiederholt dafür kritisiert, Referent_innen mit sexistischen und homophoben Einstellungen ein Forum zu bieten. Die Bundesregierung [4] und die Landesregierung von Sachsen-Anhalt [5] haben die Aktivitäten dieser „Homoheiler“ als unwissenschaftlich und schädlich verurteilt. Alljährlich gedenken wir mit dem 17. Mai dem Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1990 beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen [6]. Seitdem belegen eine Vielzahl von Langzeitstudien und klinischer Publikationen, dass gleichgeschlechtliche Sexualität, Beziehungen, Gefühle und Verhalten normal und positive Variationen menschlicher Sexualität sind [7]. Die Einführung der „eingetragenen Partnerschaft“ und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) verdeutlicht die in den letzten Jahren zunehmende gesetzliche und gesellschaftliche Anerkennung von Homosexualität. Die Stadt Kassel wendet sich mit einem Runden Tisch seit 2010 gegen Homophobie und Transphobie. Dennoch zeigen aktuelle Umfragen und Pressemeldungen, wie sehr Homophobie immer noch ein gesellschaftliches Problem ist.

Wir lehnen jegliche sexistische, homophobe und diskriminierende Einstellungen ab! Kommt zur Demonstration!

flyerfundi1

[1] http://www.weisses-kreuz.de/home/ueber-uns/

(Stand: 8.05.2014)

[2] vgl. Trauernicht, Rolf: Die Homosexualität verstehen lernen Theorien zur Entstehung. Homosexuelle Neigung und Veränderung Denkanstöße für die Begleitung Homosexueller, Denkangebot 2, Weißes Kreuz e.V. Kassel.

[3] vgl. http://noplace.blogsport.de/

; http://www.mission-aufklaerung.de/umpolungsproblematik/homoheiler-in-deutschland/weisses-kreuz.html; http://www.queer.de/detail.php?article_id=21374 (Stand: 08.05.2014)

[4] vgl. BT-Drs. 16/7917

[5] vgl. LT-Drs. 6/2981

[6] vgl. Weltgesundheitsorganisation 1970: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD-10) online unter http://www.who.int/classifications/icd/en/

(Stand: 08.05.2014)

[7] American Psychological Association: Appropriate Therapeutic Responses to Sexual Orientation, online unter: http://www.apa.org/pi/lgbt/resources/therapeutic-response.pdf

(Stand: 08.05.2014)

 

„You have rights without papers!“ – „Du hast Rechte, auch ohne Papiere!“

27/02/2014, 7 pm
DGB-Haus, Spohrstr.6-8, Kassel

„You have rights without papers!“ – Organization of undocumented
migrant workers

For undocumented migrant workers legal institutions and unions are
rarely reference points, in the worst case they have to fear being
reported and possibly deported. Working without papers is thus
commonly equated with a situation without right and power. However, in
many cases migrant workers and (self-) organizations led successful
strikes, reclaimed their rights and found their way into the trade
union advisory and advocacy work. We want to discuss examples and problems related to organizing workers
without papers. Finally, we will discuss what this
means for a common local practice.

With: Kirsten Huckenbeck, MigrAr Frankfurt/Rhein-Main, Union point of
contact for migrants in precarious labour relations with and without
papers.

***

„Du hast Rechte, auch ohne Papiere!“ Zur Organisierung
undokumentierter migrantischer Arbeiter*innen

Rechtliche Institutionen und Gewerkschaften sind für migrantische
Arbeiter_innen ohne Papiere selten Bezugspunkt, schlimmstenfalls
müssen sie fürchten, gemeldet und ggf. abgeschoben zu werden. Arbeit
ohne Papiere wird daher gemeinhin mit einer Situation der
Rechtlosigkeit und Ohnmacht gleich gesetzt. Doch migrantische
Arbeiter_innen und (Selbst-)Organisationen haben in vielen Fällen
erfolgreiche Arbeitskämpfe geführt, Rechte eingefordert und ihren Weg
in die gewerkschaftliche Beratungs- und Interessensvertretungsarbeit
gefunden. Wir wollen Beispiele und Schwierigkeiten der Organisierung von
Arbeiter_innen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in und außerhalb von
Gewerkschaften beleuchten und gemeinsam diskutieren, was das für eine
lokale Praxis bedeutet.

Mit: Kirsten Huckenbeck, MigrAr Frankfurt/Rhein-Main,
Gewerkschaftliche Anlaufstelle für MigrantInnen in prekären
Arbeitsverhältnissen mit und ohne Papiere.

KUK empfiehlt: Gerichte sind zum essen da – Demo

Am Samstag, den 25. Januar findet in Witzenhausen ab 15 Uhr eine
Demonstration gegen Lebensmittelverschwendung und für die Legalisierung
des „Containerns“, also die Entnahme von Lebensmitteln aus
Supermarktmülltonnen, statt.

Anlass ist die Gerichtsverhandlung gegen drei witzenhäuser Studierende
wegen angeblichen Mülldiebstahls, am 4. Februar 2014 vor dem Amtsgericht
Eschwege.

weiter Infos findet ihr hier: http://containerprozesswiz.blogsport.de/

Self-organized protests of refugees / Selbstorganisierte Proteste von Geflüchteten

11.12.13 / Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche in Fuldatal-Ihringshausen [Dörnbergstraße 1A 34233 Fuldatal]

Staring with the refugee camp in Würzburg, the march of refugees from Würzburg to Berlin, over the protests of the group “Lampedusa in Hamburg”, to the hunger strike in Berlin: everywhere in Germany, as well as in other European countries, self-organised protests of refugees against their marginalisation, the deprivation of rights, the precarious accommodation in refugee camps, the ‘Residenzpflicht’, the deportation and border policy and the everyday and institutional racism are currently taking place. Also in Witzenhausen refugees began last summer to organise, among others, in order to protest successfully against the signature which they were demanded twice a week. In the refugee camp in Fuldatal-Ihringshausen in the district of Kassel residents criticised the catastrophic conditions in the overcrowded camp and the discriminatory institutions and made a list of their demands.

In this event, Rex Osa of the refugee organisation The Voice will speak about Germany-wide protests. In addition, activists of AK Asyl Witzenhausen will share their experiences and successes of the past few months. Afterwards we will discuss perspectives for resistance.

In order to facilitate the participation of residents, the event will take place in the “Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche” near the refugee camp Fuldatal-Ihringshausen. Invited to this event is explicitly everybody who feels addressed or who is interested in the topic. Explicitly not invited are those, who are racist or otherwise disrespectful in their behaviour or comments.

Directions:

By car:

Please use the Ihringshäuser Straße from Kassel to Fuldatal. Just before reaching Ihringshausen turn right (Veckerhagener Straße). After 500m turn left (Dörnbergerstr.). The church is situated on the left side.

By Train:

Take the Tram 3 (departure 6:27pm at „Am Stern“) or Tram 7 (departure 6:19pm at „Am Stern“) until the stop „Ihringshäuser Straße“. Walk ca. 500m in diraction Fuldatal (Ihringshäuserstr.). After ca.500m turn left (Dörnbergerster) abbiegen. The church is situated on the left side.

Further there is the posibility to get to the event together. Meetingpoint is at 6:00pm at the KUK-Raum – University of Kassel, Nora-Platiel-Str. 6, Raum 0213.

***

Angefangen vom Flüchtlingscamp in Würzburg, dem Protestmarsch von Geflüchteten aus Würzburg nach Berlin, über die Proteste der „Lampedusa in Hamburg” bis zum Hungerstreik in Berlin: Überall in Deutschland, wie in anderen europäischen Ländern, finden aktuell selbstorganisierte Proteste von Geflüchteten statt, die sich z.B. gegen ihre Marginalisierung, Entrechtung, die prekäre Unterbringung in Lagern, die Residenzpflicht, die Abschiebe- und Grenzpolitik sowie den alltäglichen und institutionellen Rassismus richten. Auch im Landkreis Witzenhausen begannen letzten Sommer Geflüchtete sich zu organisieren um u. a. erfolgreich gegen die ihnen zweimal wöchentlich abverlange Unterschrift zu protestieren. Im Lager in Fuldatal-Ihringshausen bei Kassel klagten Bewohner*innen die katastrophalen Zustände in ihrem überfüllten Lager und die diskriminierende Politik der Institutionen an und stellten einen Forderungskatalog auf.

In dieser Veranstaltung wird Rex Osa von der Flüchtlingsorganisation the Voice über deutschlandweite Proteste sprechen. Außerdem werden Aktivist*innen vom AK Asyl Witzenhausen von ihren Erfahrungen und Erfolgen der letzten Monate berichten. Im Anschluss daran werden Perspektiven für Widerstand diskutiert.

Um möglichst vielen Betroffenen den Zugang zu der Veranstaltung zu ermöglichen, wird diese im Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche, in der Nähe des Lagers Fuldatal-Ihringshausen stattfinden. Eingeladen, diese Informations- und Diskussionsveranstaltung zu besuchen sind alle, die sich angesprochen fühlen oder thematisch interessiert sind. Ausgeschlossen sind jene, die bereits durch rassistisches oder anders menschenverachtendes Verhalten aufgefallen sind oder sich dementsprechend äußern.

Wegbeschreibung:

Auto:

Von Kassel kommend der Ihringshäuser Straße in Richtung Fuldatal folgen. Kurz vor Ihringshausen  rechts abbiegen auf die Veckerhagener Straße. Nach ca.500m links auf die Dörnbergerster abbiegen. Die Kirche befinden sich auf der linken Seite.

Bahn:

Mit der  Tram 3 (18:27 Abfahrt Am Stern) oder 7 (18:19 Abfahrt Am Stern) zur Haltestelle Ihringshäuser Straße. Von dort zu Fuß ca. 500m der Ihringshäuser Straße in Richtung Fuldatal folgen. Nach ca.500m links auf die Dörnbergerster abbiegen. Die Kirche befinden sich auf der linken Seite.

Außerdem gibt es die Möglichkeit gemeinsam nach Ihringshausen-Fuldatal zu fahren. Treffpunkt ist um 18:00 am KUK-Raum – Universität Kassel, Nora-Platiel-Str. 6, Raum 0213.