Impressionen von der Winter School „Solidarische Ökonomie“ in Villach

Über 40 Teilnehmer*innen diskutierten vergangenes Wochenende unterschiedliche Auffassungen, Zugänge und Wege zu einer Solidarischen Ökonomie. Organisiert wurde die Winter School von der krisu, der Kulturinitiative Kärnöl und der OIE Kärnten. Das Feedback der Teilnehmer*innen war durchwegs positiv. Eine gute Arbeitsatmosphäre, leckeres Essen und ein freundlicher Umgang miteinander prägten das Wochenende. Es bleibt zu hoffen, dass die spürbare Motivation und das erlangte Wissen in die eigenen Zusammenhänge transportiert werden können.

Eröffnet wurde die Runde von Brigitte, die mit ihrem Vortrag Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Solidarischer Ökonomie und der Commons-Debatte darstellte. Dabei kritisierte sie den Begriff Gemeingüter, der als Übersetzung von Commons Einzug in die deutschsprachige Debatte gehalten hat,  als verkürzt. Commons beziehe sich nicht alleine auf materielle Güter, sondern umfasse mehrere Dimensionen, in denen Güter oder Ressourcen nur einen Teil bilden. Weiterlesen

Unsere Schwester im Süden: krisu lädt zur winter school „Solidarische Ökonomie“ nach Kärnten

Nicht nur in Kassel, sondern auch Andernorts wurden im Zuge der Bildungsproteste 2009 Räume für ein selbstbestimmtes, solidarisches und kooperatives Lernen und Leben geöffnet. Unsere kleine Schwester, die krisu (Kritische und Solidarische Uni Wien) wurde ein halbes Jahr nach uns geboren.  Seit dem ist viel passiert. In beiden Projekten beschäftigen sich Menschen mit der Suche nach Wegen, die uns ein Sück näher an die Überwindung der Warengesellschaft führen. Ein sporadischer Austausch zwischen Aktivist_innen und Forscher_innen beider Projekte zum Themenfeld „Solidarische Ökonomie“ besteht bereits und wartet darauf ausgebaut zu werden. Deshalb veröffentlichen wir an dieser Stelle die Einladung zur winter school „Solidarische Ökonomie“ (25.-27.02.2011 in Villach/ Österreich).

Immer mehr Menschen interessieren sich für ein Wirtschaften, das auf Gleichheit, Partizipation und Solidarität beruht, das die Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und dem Profitstreben eine Absage erteilt. Vielfältige Beispiele – von Gemeinschaftsgärten über Transition Towns bis hin zu Kooperativen und besetzten Betrieben – zeigen: “Ökonomien von unten” bieten eine Alternative zu Staatsplanung und Kapitalverwertung. Es ist jedoch noch viel zu tun, um Solidarische Ökonomie zu einer tragfähigen Perspektive zum Kapitalismus und seiner Krise zu entwickeln.

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