Die KUK empfiehlt: Tagung „Hochschullehre und Kritik“ 9.-10.10.15

Hier noch einmal der Hinweis auf den Workshop "Hochschullehre &
Kritik“ der vom 9. bis 10.10.2015 an der Uni Kassel (Arnold-Bode-Str. 2,
Raum 0401) stattfindet und von der AG „kritische Lehre“ der AkG und
reflect! e.V. organisiert wird. Das Programm findet ihr im unten

Anmeldungen bis zum 5. Oktober 2015, an:
Workshop-KritischeLehre(ät]reflect-online.org

Programm "Hochschullehre und Kritik" Okt 2015 Kassel

Gender untroubled? Strategien gegen (rechten) Geschlechterpopulismus

Die KUK lädt herzlich zur neuen Veranstaltungsreihe ein:

Gender untroubled? Strategien gegen (rechten) Geschlechterpopulismus

28.01.2015 | 20.00
Die AfD und ihre Maskulist_innen
Input und Diskussion mit Andreas Kemper

17.02.2015 | 20.00
Antifeminismus im medialen Diskurs
Input und Diskussion mit Isolde Aigner

Der Vortrag widmet sich antifeministischen Denkmustern in Leitmedien am Beispiel des FOCUS. Anschließend können wir uns in Kleingruppen und anhand von Artikeln mit antifeministischen Strategien auseinanderzusetzen.

04.03.2015 | 20.00
Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken
Lesung und Diskussion mit dem Herausgeber_innen-Kollektiv Fantifa

Alle Veranstaltungen finden im KUK-Raum statt (Uni Kassel | Nora-Platiel-Str. 6 | Raum 0213)

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Die KUK empfiehlt: Soliaktion mit den 43 Studierenden aus Ayotzinapa

Liebe Alle,

wir ihr sicherlich aus den Medien mitbekommen habt, eskaliert derzeit
die Situation in Mexiko. Vor einem Monat sind in Iguala 43
Lehramtsstudierende aus Ayotzinapa nach sozialen Protesten
verschwunden worden. Die Vorfälle sind immer noch nicht genügend
aufgedeckt, der amtierende Präsident Peña Nieto hat sehr spät und
unzureichend auf die Menschenrechtsverletzungen reagiert. Es ist
wahrscheinlich, dass die Studierenden nach der Demonstration von der
Polizei an Mitglieder einer kriminellen Gruppe übergeben und danach
bei lebendigem Leib verbrannt wurden.

Bei den Vorfällen von Ayotzinapa (im Bundesstaat Guerrero) sind nicht
zuletzt die korrupten Verbindungen zwischen Politik und organisiertem
Verbrechen in Mexiko (wieder) deutlich geworden. Und die Morde an den
Studierenden sind kein Einzelfall gewesen. Seit 2006 sind in
Mexiko über 20.000 Mexikaner_innen „verschwunden“, darüber hinaus
werden über 70.000 zentralamerikanische Migrant_innen vermisst. (Bei
beidem liegt die Dunkelziffer sicherlich höher).

In den letzten Wochen sind in Mexiko hunderttausende Menschen auf die
Straße gegangen, um Gerechtigkeit und Aufklärung der Verbrechen
einzufordern und den Rücktritt des PRI-Präsidenten einzufordern. Auch
international hat es viele Solidaritätsaktionen gegeben, die gezeigt
haben, dass die Vorfälle und Situation in Mexiko wahrgenommen werden
und so ein Mittel darstellen, politischen Druck auszuüben.

Wir möchten uns in Kassel an den Solidaritätsaktionen
beteiligen und werden uns deswegen morgen, 26.11.2014, um 14h vor dem
AStA treffen, um ein Foto mit einem Solidaritätsgruß zu schießen und
dies an alternative Medien und Menschenrechtsorganisationen in Mexiko
weiterzuleiten. Kommt vorbei, wenn ihr euch beteiligen wollt.

Hinweis: 1.12.14 „KAGIDA“-Demo in Kassel – Gegenaktionen geplant

wir möchten auf folgenden Aufruf der Gruppe T.A.S.K. hinweisen:

„Montag, 1. Dezember 2014: Den Aufmarsch unter dem Motto “Kassel Gegen Islamisierung Des Abendlandes” verhindern! Gegenaktivitäten geplant!

Am Montag, den 1. Dezember 2014 soll in Kassel eine Demonstration von “Kassel Gegen Islamisierung Des Abendlandes” (KAGIDA) stattfinden. Diese wird derzeit auf Facebook von einer gleichnamigen Seite beworben und soll um 18:30 Uhr vor dem Hauptbahnhof beginnen und anschließend durch die Kasseler Innenstadt führen. Ob und von wem tatsächlich eine Anmeldung vorliegt, ist bisher nicht bekannt.

Offensichtliches Vorbild sind Initiativen wie HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) und PEGIDA (Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes). Während versucht wird, sich von den Hooligans abzugrenzen, wird sich explizit auf die Zusammenarbeit mit PEGIDA aus Dresden bezogen.

Auffällig ist, dass die Organisatoren sich offensichtlich nicht einmal Mühe geben, das eigene Weltbild zu kaschieren. Waren die Initiatoren von HoGeSa noch darum bemüht, es so aussehen zu lassen, als sei nicht prinzipiell der Islam das Feindbild sondern der vermeintlich “radikale Salafismus”, halluzinieren Inititiativen wie KADIGA gleich eine drohende Islamisierung des “Abendlandes” herbei. Der aufgebrachte Mob, der sich gern auch als “Das Volk” verstanden wissen will, konstruiert mit seinem kulturrassistischen Islamhass eine Bedrohung, die so faktisch nicht existiert und schafft einen gesellschaftlichen Diskurs, der jede progressive Religionskritik unmöglich macht.

Auch an weiteren Feindbildern mangelt es nicht: Bei der HoGeSa-Demonstration in Köln wurden nicht nur Journalist_innen gejagt und zusammengeschlagen. Auch Menschen, die aufgrund ihres Erscheinungsbildes irgendwie verdächtig nicht-weiß-uneuropäisch aussehen, wurden im Bahnhof und anschließend in den Zügen angegriffen. Nachdem durch die massive Polizeipräsenz bei der HoGeSa-Kundgebung in Hannover Szenen wie in Köln verhindert wurden, wird versucht, sich als friedliebende Opfer “linksextremistischer Gewalt” zu inszenieren als habe es die Ausschreitungen in Köln nicht gegeben. Zum Anlass wird eine Auseinandersetzung zwischen Antifaschist_innen und HoGeSa-Teilnehmern in Hannover genommen, die mit dem Krankenhausaufenthalt der Hooligans endete. Seit dies bekannt wurde, sprießen Facebook-Seiten in feinster Redwatch-Manier aus dem virtuellen Boden und outen willkürlich Personen, die irgendwie links sind oder für links gehalten werden.

Bei PEGIDA ist man derweil bemüht, wenigstens seriös zu erscheinen. Zwar machen einige der OrganisatorInnen auf ihren privaten Facebook-Seiten keinen Hehl aus ihrem Hass auf Muslime und beziehen sich beispielsweise positiv auf Anders Breivik. Die öffentlichen Demonstrationen verliefen bisher jedoch friedlich. Die Ressentiments werden kodiert artikuliert und die Taktik geht auf: Ähnlich wie bereits vor einem Jahr in Schneeberg finden sich neben Hooligans und Nazis auch Bürger_Innen unter den Demonstrierenden. Während diese sich zwar nicht offen rechts oder gar rechtsradikal positionieren, reichen latent rassistische Ressentiments und Ängste doch als ideologische Schnittmenge aus. Zum Versuch einer emanzipatorischen Kritik des Islamismus kommt es selbstverständlich garnicht erst. Stattdessen wird ein Feindbild konstruiert, das zunächst die Form des Salafisten annimmt, aus dem aber auch schnell „der Muslim“, aus dem schnell „der Migrant“ wird. Linke Initiativen, welche zu Gegenprotesten aufrufen, werden währendessen offen als „Volksfeinde“ tituliert. Die reaktionaeren Grundzüge sind damit eindeutig.

Alle ähnlichen Aufmärschen der letzten Wochen entlarvten die obligatorische Abgrenzung von rechts als bloßes Lippenbekenntnis. Mitmachen darf jeder, von konservativem Wutbürger bis organisiertem Neonazi. Für die Organisatoren nur dann ein Problem, wenn es von den verhassten “Systemmedien” thematisiert wird. So oder so ähnlich wird es auch bei KAGIDA kommen. Schon der Aufruf wirkt wie eine wilde Zusammenstellung aller derzeit aktuellen Themen der radikalen Rechten: “Überfremdung”, Unterwanderung des “Abendlandes”, Zerstörung “unserer Kultur”, Sozialleistungen und unsere Gastfreundschaft ausnutzende “Ausländer”. Irgendwie schaffen es die Organisatoren sogar, eine Brücke zum Geschichtsrevisionismus zu schlagen, indem so getan wird, als sei das schlimmste am Nationalsozialismus die Bombardierung Kassels gewesen.

Sowohl die KAGIDA-Veranstaltung als auch die Seite erfreuen sich bei Facebook reger Beliebtheit und bekamen innerhalb kurzer Zeit mehrere Tausend “Gefällt mir!”-Klicks. Dass Aufmerksamkeit im Internet nicht gleichzusetzen ist mit tatsächlicher Relevanz ist selbstverständlich. Trotzdem hat nicht zuletzt die HoGeSa-Demonstration in Köln gezeigt, dass das Mobilisierungspotential nicht unterschätzt werden darf.

Kommt am 1. Dezember 2014 nach Kassel. Gegenaktivitäten sind derzeit in Planung. Haltet also die Augen offen und euch den Montag Abend frei. Informiert euch über bekannte Kanäle oder auf unserem Blog task.noblogs.org über weitere Entwicklungen.

Keinen Meter für Neonazis und andere RassistInnen!

Für eine progressive Religionskritik!“

Die KUK empfiehlt: „Mittelamerikas Kinder auf dem Weg in die USA: Wie eine Fluchtbewegung genutzt wird, um Migration zu kontrollieren“

AnkündigungKathrinZeiskeBarack Obama bezeichnete die Flucht von Kindern und Jugendlichen aus
Guatemala, El Salvador und Honduras als „humanitäre Katastrophe“. Doch
eine verschärfte regionale Migrationspolitik soll Minderjähriger von der
US-Grenze fern halten. Diese werden jedoch weiterhin Mittelamerika
verlassen, solange es dort keinen Perspektivwechsel gibt.

Wann: 11.11.2014 18 Uhr
Wo: Universität Kassel, Nora-Platiel-Str. 1, Raum 1311

Die KUK empfiehlt: Straßenumbenennung 4.11.2014 / 17:30Uhr

Die Opfer des rassistischen NSU-Terrors bleiben unvergessen! Einladung zur Straßenumbenennung in Gedenken an Halit Yozgat Holländische Straße Kassel. Haltestelle Halitplatz, Ecke Mombachstraße 4.11.2014 um 17.30 Uhr

Am 4. November werden bundesweit Straßen in Gedenken an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter sowie an die Bombenanschläge in der Kölner Probsteigasse und der Keupstraße umbenannt.
Der 4. November gilt als der Tag der Selbstenttarnung des NSU. Damit die öffentli-che Wahrnehmung nicht wieder auf den NSU und somit auf die Täter_innen gerich-tet sein wird, werden Straßen umbenannt, um Solidarität mit den mehr als 30 Ne-benkläger_innen im NSU-Prozess und den Angehörigen der Opfer zu zeigen.

Denn der 04. November stellt nicht ein Ende des NSU dar. Vielmehr steht dieser Tag für den Anfang einer bisher kaum stattgefundenen gesellschaftlichen Auseinan-dersetzung. Hätte die Selbstenttarnung nicht stattgefunden, wären die Betroffenen bis heute noch nicht von der Verdächtigung der deutschen Behörden befreit und als Opfer rassistischer
Gewalt anerkannt worden. Bis zum heutigen Tag jedoch hat in keiner Stadt ein den Wünschen der Betroffenen entsprechendes Gedenken an die verlorenen Freunde und Familienmitglieder stattgefunden. Inzwischen ist deutlich geworden, dass der Aufklärung im NSU-Prozess enge Grenzen gesetzt werden, um zentrale Fragen darin nicht zu
verhandeln: Wer gehört(e) zum NSU-Netzwerk und welche Rolle spielt der Verfassungsschutz darin? Welche institutionellen Voraussetzungen ermöglichten es dem NSU über so viele Jahre un-behelligt zu morden und Bombenanschläge zu verüben, während die Angehörigen der Mordopfer in Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Kassel so-wie die Betroffenen der Bombenanschläge in Köln, über Jahre hinweg kriminalisiert und öffentlich verdächtigt wurden?

Gedenken wir den Opfern des rassistischen Terrors!

Lasst uns die Namen der Opfer am 4. November gemeinsam sichtbar machen!

Die bundesweite Straßenumbenennung wurde vom Bündnis der Initiativen aus Köln, Kassel, Nürnberg, München, Hamburg, Rostock sowie aus Berlin initiiert.

Die KUK empfiehlt: Einladung der Fahrradwerkstatt zum Gespräch

Die KUK unterstützt folgende Einladung der Fahrradwerkstatt:

Liebe Studierende und Freunde der Fahrradwerkstatt,

im Zuge der Bemühungen des AStAs und des Teams der Werkstatt eine Satzung, einen rechtlichen Rahmen, für diese zu schaffen, ist uns aufgefallen, dass die Notwendigkeit besteht über das Selbstverständnis, die Aufgaben und Prinzipien der Fahrradwerkstatt zu sprechen.
Wir laden daher am Donnerstag dem 16. Oktober um 20 Uhr zum offenen Gespräch im Desasta ein und würden uns sehr freuen, wenn Ihr mit uns darüber plaudert, was euch unsere Arbeit und die Werkstatt als solche bedeutet und, wenn Ihr Lust habt, an der Satzung mitzuwirken, diese vorläufige (unten) durchlest und Verbesserungsvorschläge mitbringt.
Viele Grüße vom Team