Archiv für die Kategorie „Die KUK empfiehlt“
Auch in diesem Sommersemester wird von der IAG Frauen- und Geschlechterforschung in Kooperation mit dem Referat für Frauen- und Geschlechterpolitik, dem Schwulenreferat und der Kritischen Uni Kassel eine Ringvorlesung angeboten.
In der Ringvorlesung “Queerfeldein – Aspekte sexueller und vergeschlechtlicher Seinsweisen” werden queerfeldein verschiedene Aspekte queeren Lebens aus unterschiedlichen Perspektiven aufgegriffen.
Sexualität, Erwerbsarbeit, Kulturproduktion, Ästhetik und Politik als thematische Felder, aber auch que(e)r dazu liegende Erfahrungen wie Diskriminierungen, Lust oder Anerkennung werden in verschiedenen Vorträgen thematisiert.
Die Vorträge finden jeweils mittwochs von 18 – 20 Uhr in der Georg-Foster-Str.4, Raum 3004 (3. Obergeschoss) statt.
ⓘ Die Georg-Foster-Str.4 befindet sich hier:
http://www.uni-kassel.de/uni/fileadmin/datas/uni/studium/Informationsmaterial/Lagepläne/GF43004.pdf
Weitere Informationen und das Programm zur Vortragsreihe findet ihr hier: http://www.uni-kassel.de/projekte/iag-frauen-und-geschlechterforschung/veranstaltungen/vortragsreihen.html
Donnerstag 8.11.2012 | 20Uhr | KUK-Raum, Nora-Platiel-Straße 6, R0213
Im November findet ein erneuter MOX-Transport vom Atomkomplex Sellafield zum nur 80km entfernten AKW Grohnde statt. Die plutoniumhaltingen Brennstäbe werden mit dem einwandigen Schrottkahn “Atlantic Osprey” über Nordham per LKWs nach Grohnde transportiert. Aus dem beförderten Material, könnten 30 Atombomben hergestellt werden und selbst e-on räumte ein, dass die MOX-Brennstäbe schwer regulierbar sind. Verschiedene Aktionsbündnisse rufen zu Protesten und Blockaden auf.
Um über die Gefahren der MOX-Transporte und die Vorbereitungen auf den TAG X zu informieren, laden wir euch herzlich zur Informationsveranstaltung ein.
Zwischen dem 22. und 26. August 1992 ereigneten sich in Rostock-Lichten-
hagen die größten rassistischen Pogrome der Nachkriegszeit. Tagelang
belagerte ein wütender Mob – mehrere tausend „ganznormaler“ Bürger_In-
nen und Neonazis – die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“, wo
Asylsuchende unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht
waren. Das Haus wurde unter Applaus in Brand gesteckt und verwüstet. Die
Polizei zog sich zurück. Nur mit Glück konnten sich die Bewohner_Innen
auf das Dach retten.
Zuvor wurden gewalttätige Übergriffe auf Migrant_Innen in Hoyerswer-
da (1991) und Mannheim (1992) sowie später in Mölln (1992) und Solingen
(1993) verübt. Die Taten waren Ausdruck einer rassistischen Grundstim-
mung in der Bevölkerung. Die Bundesregierung reagierte 1992 mit dem
sog. “Asylkompromiss”: die Abschaffung des individuellen Rechts auf Asyl
und der Verschlechterung der Bedingungen der hier lebenden Asylsuchen-
den.
Seit 1990 sind mindestens 182 Menschen durch diesen menschenfeindli-
chen Terror zu Tode gekommen. Aktuelle Studien zeigen ausländerfeindli-
che Einstellungen bei knapp der Hälfte der Bürger_Innen in der BRD. In
der Öffentlichkeit wird die faschistisch motivierte Mordserie der NSU als
“Dönermorde” relativiert und damit die Opfer weiter in rassistischer Weise
herabgewürdigt.
Wir möchten mit der Vorführung des Films an die Opfer rassistischer
Gewalt erinnern.
Organisiert von: spunk, ak raccoons, AG*Gegen Rassismus – Für
Flüchtende*, KUK, AStA Kassel

13.-15. Juli 2012, Universität Kassel
Im Sommer 2011 stellte Dänemark an der Grenze zu Deutschland medienwirksam erneut Grenzhäuschen auf. Dieser Bruch des Schengenabkommens, welches die Grundlage der Abschaffung allgemeiner Personenkontrollen zwischen Mitgliedsstaaten der EU bzw. des Schengenraumes vorsieht, wurde von der dänischen Regierung als Sicherheitsmaßnahme gegen grenzüberschreitende Solidarität verkauft.
Im Mai 2012 kündigte der Rat der Europäischen Union an, dass zwischen Griechenland und den anderen europäischen Ländern Grenzkontrollen wieder aufgenommen werden, falls Griechenland in Folge der Eurokrise die Migrationskontrollen an der EU-Außengrenze nicht mehr wie vorgesehen sichern kann. Somit soll verhindert werden, dass Migrant_innen aus Afghanistan, Pakistan und anderswo undokumentiert in die EU gelangen.
Diese beiden Reaktionen stellen im globalen Vergleich keineswegs eine Ausnahme dar. Politische Akteure nutzen ökonomische Krisen regelmäßig, um den Grad der Öffnung von Grenzen in Frage zu stellen. In den letzten Jahren zeichnet sich vielerorts auf der Welt eine Verschärfung von Grenzkontrollen ab. Die oben genannten Beispiele von „Grenzverschiebungen“ im gemeinsamen europäischen Grenzregime weisen zudem auf die soziale Konstruiertheit von Grenzen hin. Diese Entwicklungen sind Gegenstand einer internationalen Konferenz von Aktivist_innen, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen. Die Konferenz des „Netzwerkes für kritische Migrations und Grenzregimeforschung“ (kurz: kritnet) findet vom 13.-15. Juli an der Universität Kassel statt. Ein Augenmerk liegt dabei auch auf der Frage von Rassismus und Grenzen.
Den Auftakt bildet am Freitagabend eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Berichten von Veränderungen an Grenzverläufen und dem Zusammenhang von Krisen und Migration in Zentralamerika (José Luis Rocha), Israel (Yonatan Berman), der Türkei (Begum Özdem Firat) und Griechenland (Olga Lafazani).
Samstagvormittag wird in einem ebenfalls öffentlichen Panel der Anthropologe Ibán Trapaga aus Mexiko von den Stigmatisierungen und Grenzerfahrungen ehemaliger Gangmitglieder berichten. Die US-amerikanische Soziologin Robyn Rodriguez spricht zu den Folgen der verlagerten Zuständigkeiten von lokalen und bundesweiten Polizeieinheiten in Einwanderungsfragen. Gerda Heck hat die Etappen der Migration von Subsahara-Afrika über Marokko nach Spanien beobachtet.
In einem Panel zu „Activist Citizenship and Struggles of Migration“ diskutieren Samstagnachmittag Nicholas De Genova, Vicky Squire und Kim Rygiel neue Konzepte von Zugehörigkeit/ citizenship und Migration. Parellel dazu befassen sich international tätige Kunstproduzent_innen und Filmtheoretiker_innen in einem weiteren Panel mit der zentralen Thematik der Repräsentation von Migration. Sie analysieren nicht nur kritisch die dominanten Bilder von überfüllten Booten oder verschleierter Frau, sondern stellen ihre eigenen Kunst- und Filmproduktionen zur Diskussion.
Samstagabend zeigen verschiedene Künstler_innen im Kulturzentrum karoshi ihre Arbeiten rund um die Themen Migration und Grenzen. Am Sonntagvormittag werden schließlich in mehreren Workshops Bedingungen und Strategien einer kritischen Wissens- und Kulturproduktion diskutiert.
Veranstaltet wird die 8. internationale Konferenz des „Netzwerks für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung“ vom Kasseler Fachgebiet „Politik der Arbeitsmigration“ (Prof. Dr. Helen Schwenken, FB05) gemeinsam mit Prof. Dr. Sabine Hess vom Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen.
Kritnet hat sich 2008 mit dem Ziel gegründet, eine Wissensproduktion zu Migration und Grenzpolitiken am Schnittpunkt von Universität und außer-universitärer Praxis zu fördern. Mittlerweile sind dem Netzwerk über 200 Wissenschaftler_innen, Künstler_innen und Aktivist_innen beigetreten. Das Netzwerk hat u.a. mit breit publizierten Stellungnahmen zu Sarrazins Thesen und der europäischen Grenzschutzagentur „Frontex“ einen gewissen Wirkungsradius über akademische Kreise hinaus erzielt. Mehr Infos unter: http://kritnet.org/
Folgende Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich und kostenfrei:
Freitag, 13.07.2012
19 – 21:30 Uhr, Kulturzentrum K19 (Moritzstr. 19)
Öffentliches Podiumsgespräch „Internationalisierung des Grenzregimes – Transnationalisierung der Kämpfe der Migration“/ Public Panel Discussion “The internationalization of the border regime – The transnationalization of migration struggles”
Moderation: Gerda Heck, Sabine Hess
Auf dem Podium:
José Luis Rocha (Servicio Jesuita de Apoyo al Migrante, Universidad Centroamericana, Nicaragua)
Yonatan Berman ( Hotline for Migrant Solidarity, Israel)
Begum Ozden Firat (Migrant Solidarity Group, Istanbul)
Olga Laf (diktio, Network of Social Support to Migrants and Refugees, Athens)
Samstag, 14.07.2012
10 – 12:30 Uhr, Aquarium (Arnold Bode-Str. 2-6)
Morning Panel “The racism of border regimes” / Morgen Panel „Rassismus und Grenzregime“
Moderation: Stefanie Kron und Helen Schwenken
Auf dem Podium:
Robyn Magalit Rodriguez (Rutgers University and University of California Davies/USA)
Mogniss Abdallah (Paris)
Ibán Trapaga (Universidad Autónoma Metropolitana-Iztapalapa/Mexico)
Die beiden Panel-Diskussionen werden auf Englisch stattfinden. Bei Bedarf können Flüsterübersetzungen auf Deutsch bzw. Spanisch erfolgen.
20 Uhr, Karoshi (Gießbergstr. 41-47)
Samstagabend werden im Karoshi Kurzfilme gezeigt und teilweise mit den Filmemacher_innen diskutiert. Das Filmprogramm enthält Beiträge zu Grenzspringern, inszenierten Grenzen, Kunst & Migration in Mali, Papierfliegern und flexiblen Nationalflaggen (kuratiert von Raúl Gschrey)
Mehr Informationen zum ganzen Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter: http://kritnet.org/symposium-2012/
Mit Arndt Neumann (Vortrag und Diskussion)
Wer in den 70er Jahren für Autonomie und Selbstentfaltung eintrat, wollte nicht länger durch Vorgesetzte bevormundet werden. Heute fordern neoliberale Manager_Innen ihrerseits Autonomie und selbstbestimmtes Arbeiten von ihren Untergebenen ein. War die Alternativbewegung ein Wegbereiter des Neoliberalismus?
Arndt Neumann ist Historiker und hat in seinem 2008 erschienenen Buch „Kleine geile Firmen – Alternativprojekte zwischen Revolte und Management“ die Geschichte selbstverwalteter Betriebe der 70er und 80er Jahre in Deutschland untersucht. Ein kritischer und unverklärter Blick auf frühere Experimente solidarischer Ökonomie kann uns wertvolle Hinweise für unser
heutiges und zukünftiges Handeln geben.
Eintritt ist natürlich frei!
Beginn: 19h c.t. im Selbstverwalteten Zentrum Karoshi (Gießbergstr. 41, Kassel)
Organisiert von SPUNK<< mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg Stiftung und des Projektrates des AStA an der Universität Kassel

Vom 10. bis 13. Mai findet an der Uni Mainz ein Camp-Wochenende mit Dissussionsveranstaltungen, Vorträgen und Konzerten statt. Organisiert wird das Ganze von der “Kritischen Linken“ (kurz: krili) und richtet sich gegen den momentanen Rechts-Asta der Uni Mainz.
Zum Programm gelangst du hier
Wenn du mit uns hinfahren möchtest, schreibe eine kurze Mail an kuk[at]riseup[dot]net
Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft, sondern findet sich jeden Tag im alltäglichen Leben, unterstützt durch Politik aus der Mitte der Gesellschaft, bei vielen Menschen wieder. Denn Rassismus hat viele Gesichter: ob in der Schule Menschen ausgegrenzt werden oder am Stammtisch gegen Ausländer gehetzt wird, die lokale Zeitung mal wieder von südländisch aussehenden Tätern schreibt, ob Menschen durch eine staatlich organisierte, rassistische Politik diffamiert oder abgeschoben werden oder eben vermeintlich nicht deutsche Menschen von Nazis umgebracht werden – Rassismus stellt die Gleichrangigkeit verschiedener Menschen in Frage und darf deshalb nicht toleriert werden.
Wir möchten am 20. April gegen den rassistischen Normalzustand in unserer Gesellschaft und in der Politik protestieren. Natürlich stellen wir uns auch entschieden gegen die jüngst aufgedeckten Morde des NSU und deren Terror. Allerdings sind diese Morde keine neuzeitliche Ausnahmeerscheinung. Nazis morden und terrorisieren nicht erst seit Uwe Mundlos und Konsorten, der Mord an Silvio Meier oder der Brandanschlag in Mölln sind nur zwei Beispiele von vielen. Gerade der 20. April als Jahrestag des Geburtstags von Adolf Hitler wird von Neonazis immer wieder genutzt anders Denkende oder anders Ausehende zu Verfolgen und zusammen zu schlagen.
Nazis morden und der Staat schiebt ab!
Geht mit uns am 20.April gegen den rassistischen Normalzustand auf die Straße!
Liebe Leute! Nachdem wir glauben dass die Winter School im Frühjahr 2011 eine sehr angenehme und erfolgreiche Sache war, gibt es eine gute Nachricht:
es soll auch im Februar 2012 wieder eine Winter School in Villach geben!
Einladung & Call For Contributions zur
2. WINTER SCHOOL “SOLIDARISCHE ÖKONOMIE” – 17.-19.2.2012 – KÄRNTEN
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Immer mehr Menschen interessieren sich für ein Wirtschaften, das auf
Gleichheit, Partizipation und Solidarität beruht, das die Bedürfnisse in
den Mittelpunkt stellt und dem Profitstreben eine Absage erteilt.
Vielfältige Beispiele – von Gemeinschaftsgärten und Kostnixläden über
Transition Towns bis hin zu Kooperativen und besetzten Betrieben –
zeigen: “Ökonomien von unten” bieten eine Alternative zu Staatsplanung
und Kapitalverwertung. Es ist jedoch noch viel zu tun, um Solidarische
Ökonomie zu einer tragfähigen Perspektive zum Kapitalismus und seiner
Krise zu entwickeln.
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Die “Winter School Solidarische Ökonomie” lädt Euch und Sie in diesem
Sinn zum 2. Mal zu Beiträgen in entspannter und doch intensiver
Atmosphäre ein. Workshops und Diskussionsrunden sollen der Vernetzung
von Aktivist*innen, dem Erfahrungsaustausch und der Planung von
Projekten dienen. Daneben wird es viel Gelegenheit zu lockerem
Beisammensein und Entspannung geben.
Um Interessensbekundungen und Ideen zu Workshops, Diskussionsrunden oder
Filmscreenings für die Winter School 2012 wird gebeten, ebenso um
Voranmeldungen für die Teilnahme. Das Programm wird nach Einlangen der
Beiträge im Jänner 2012 erstellt und über diese Verteiler wieder
ausgesandt. Kontakt: krisu ÄT riseup.net
Im Sinne eines direkten und barrierefreien Austauschs wird die
Arbeitssprache Deutsch sein, wir freuen uns aber natürlich besonders
über internationale Beteiligung! Eine limitierte Anzahl von
Gratis-Schlafplätzen mit Waschgelegenheit (privat und am
Veranstaltungsort) ist vorhanden. Bei Anmeldung bitte
Übernachtungswünsche bekannt geben. Ansonsten gibt es die Möglichkeit,
in einer Jugendherberge zu übernachten. Frühzeitige Buchung von Vorteil.
Anmeldefrist für Workshops & Inputs: Mo., 16. Jänner 2011
Kontakt: krisu ÄT riseup.net
Zeit: Fr, 17. Februar 2012, Beginn 11.00 Uhr
bis So, 19. Februar 2012, Ende 15.00 Uhr
Ort: Volxhaus Villach
Veranstalter_innen: Kritische & Solidarische Universität
http://krisu.noblogs.org/ und ÖIE Kärnten http://www.kaernoel.at/oeie/



