Archiv für die Kategorie „Aufrufe“

In der Deutschen Burschenschaft (DB) sind ca. 110 studentische Verbindungen aus Deutschland und Österreich organisiert, unter ihnen die Kasseler Burschenschaft Germania.
Seit Jahrzehnten fallen Burschenschaften der DB durch rassistische und nationalistische Äußerungen auf, trotzdem scheinen sie gesellschaftlich akzeptiert. Die Bundesregierung bezeichnete die DB erst im Juli wieder als „eine demokratische Studentenorganisation“. Gute Verbindungen besitzt der Dachverband sowohl ins konservative als auch ins extrem Rechte Lager. Neben Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und dem innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU Hans-Peter Uhl sind auch die sächsischen NPD Abgeordneten Gansel und Schimmer Mitglied in einer DB-Burschenschaft.
Nach weiteren rassistischen Vorfällen kritisieren konservative Verbindungen nun die extrem rechten Tendenzen der völkische Fraktion. Der Dachverband steht aktuell vor der Spaltung.

Die ReferentInnen der Gruppe Gegenstrom aus Göttingen legen in dieser Veranstaltung den inhaltlichen Schwerpunkt auf das völkisch-rassistische Denken in der Geschichte und Gegenwart der DB.
Sie wollen aufzeigen, dass die rassistischen und nationalistischen Vorfälle der letzten Jahre einer Tradition entstammen, die 200 Jahre bis zur Gründung der ersten Burschenschaften zurückreicht.
Des weiteren sollen die Weltanschauungen der konservativen DB Verbindungen betrachtet werden, denn die Unterschiede zur völkischen Fraktion liegen hier nur im Detail.

Veranstaltungen:

29.11.2012 | 20 Uhr | KUK-Raum
Studentenverbindungen | Eine kritische Betrachtung

06.12.2012 | 20 Uhr | KUK-Raum
Die Deutsche Burschenschaft | Völkisches Denken zwischen Konservatismus und extremer Rechter

Demonstration:

09.12.2012 | 11 Uhr | Hopla
Demonstration | “Ehre, Vaterland… drauf geschissen”

Donnerstag 8.11.2012 | 20Uhr | KUK-Raum, Nora-Platiel-Straße 6, R0213

Im November findet ein erneuter MOX-Transport  vom Atomkomplex Sellafield zum nur 80km entfernten AKW Grohnde statt. Die plutoniumhaltingen Brennstäbe werden mit dem einwandigen Schrottkahn “Atlantic Osprey” über Nordham per LKWs nach Grohnde transportiert. Aus dem beförderten Material, könnten 30 Atombomben hergestellt werden und selbst e-on räumte ein, dass die MOX-Brennstäbe schwer regulierbar sind. Verschiedene Aktionsbündnisse rufen zu Protesten und Blockaden auf.

Um über die Gefahren der MOX-Transporte und die Vorbereitungen auf den TAG X zu informieren, laden wir euch herzlich zur Informationsveranstaltung ein.

 

Infoveranstaltung in Kassel: Freitag 9. März// 19h// karoshi

Aufbrechen 1

Es bricht auf, was schon von Anbeginn in ihm, dem sich seit Jahrhunderten entwickelnden Kapitalismus, angelegt war:

  • dass dieses System wachsen muss und das damit nun an seine äußeren Grenzen stößt;
  • dass trotz des stofflichen Potenzials für ein gutes Leben Bedürfnisse nur dort befriedigt werden, wo Kaufkraft vorhanden ist;
  • dass wir alle in dem, was verharmlosend Wettbewerb genannt wird, gegeneinander  aneinander gekettet sind
  • dass wir uns als Ware Arbeitskraft verkaufen müssen und uns damit unterwerfen müssen – und wehe, wir werden nicht mehr nachgefragt, wehe, wir dürfen uns nicht mehr unterwerfen …
  • dass wir immer fort neue Bedürfnisse schaffen müssen, uns zu belieferungsbedürftigen Mängelwesen degradieren müssen, auf dass das Hamsterrad sich weiter drehe
  • dass all die anderen Subsysteme, die erst diese „ungesellschaftliche Gesellschaftlichkeit“ am Laufen halten – die „öffentliche Hand“, die familiäre Reproduktion („Keimzelle des Staates“) – selbst nicht nur aus patriarchalen, autoritären Verhältnissen entstammen, sondern auch vielfältig vom dominanten „Hauptsystem“ deformiert und abhängig sind
  • dass die durch rücksichtlose Ausbeutung der Natur entstehenden Folgewirkungen, die am härtesten treffen, die am wenigsten dazu beigetragen und am wenigsten davon profitiert haben

Dieses Aufbrechen mag man nun „Krise(n)“ nennen. Aber verdeckt der Begriff der Krise nicht auch das Potenzial, zu überwinden, was uns krank macht?

Aufbrechen 2

Wir müssen aufbrechen. Nicht in Agonie verharren – raus aus dieser Scheiße! Aber wohin? Nun, dies mag zwar nicht im Detail klar sein, aber klar zeichnen sich die Konturen unseres Zieles ab:

  • Ein Miteinander ohne Konkurrenz
  • Ein Miteinander, in dem nicht die Kaufkraft für die Erfüllung der Bedürfnisse zählt
  • Ein Miteinander, in dem Bedürfnisse nicht künstlich geschaffen werden, um das System am Laufen zu halten
  • Ein Miteinander, in dem auf gleicher Augenhöhe ausgeredet wird, was wir wie herstellen und nutzen wollen
  • Ein Miteinander, das die Endlichkeit des Globus respektiert

Was nicht klar ist, ist, wie wir dorthin kommen. Welche Wege müssen wir gehen? Was ist ein Irrweg? Was ist ein Umweg? Was ist ein Holzweg? Gibt’s den direkten Weg?

Und: Wer will überhaupt mit uns gehen? Was nehmen wir mit auf den Weg – was haben wir im Rucksack, bewusst und unbewusst? Gibt’s Etappenziele? Wo können wir rasten, ohne erst wieder auf unserem Wege zu „versumpfen“?

In diesem Sinne laden wir alle, die sich mit diesem Ziel identifizieren können, sich im Rahmen der Winterschool zusammenzusetzen, voneinander zu lernen, zu reflektieren, zu diskutieren, zu streiten, abzuwägen, Neues kennenzulernen, Kooperationen anzubahnen…

Für weitere Informationen, Anmeldung und Kontakt siehe vorherigen Artikel auf diesem Blog oder bei

Das momentane Orga-Team der Winter School (in alphabetischer Reihung):
Thorsten Endlein, Andreas Exner, Brigitte Kratzwald, Flo Ledermann, Walther Schütz

Samstag, den 22.10.2011 findet in Bielefeld eine “Demonstration gegen Ausgrenzung, Abschiebung und rassistische Migrationspolitik” statt, auf die wir hinweisen möchten. Organisiert wird die Demo von der Gruppe move and resist und der Antira-AG  der Uni Bielefeld.

Infos gibts hier: http://moveandresist.wordpress.com/

Und hier ist ihr Aufruf:

Die brutale Abschottung Europas gegen Migrant_innen und Flüchtlinge
hat allein seit Anfang 2011 im Mittelmeerraum 1.931 Todesopfer
gefordert. Tagtäglich sterben an den Außengrenzen Europas Menschen,
die in die Europäische Union gelangen wollen. Als Mitgliedstaat der EU
ist Deutschland wesentlich an dieser Politik beteiligt und unterstützt
unter anderem mit dem Einsatz von Frontex die Abschottung der EU-Außengrenzen und damit das Massensterben im Mittelmeerraum.

Innerhalb Deutschlands wird diese menschenverachtende Asyl- und
Migrationspolitik systematisch fortgeführt. Die Gesetzgebung sowie die Praxis
der staatlichen Behörden wirken gezielt auf die Entrechtung von Flüchtlingen
hin. Die Lebensrealität derjenigen, die es überhaupt schaffen nach Deutschland
zu gelangen ist von Entwürdigung, Ausgrenzung und Rechtlosigkeit
geprägt. Zugleich wird eine rassistische Migrationspolitik vorangetrieben,
die Migration auf die ökonomische Verwertbarkeit reduziert und nur die
Menschen willkommen heißt, die der Bundesrepublik mehr Geld einbringen.
Wir haben das alles satt und werden diese Politik nicht länger hinnehmen!

Gerade weil von staatlicher Seite versucht wird, diese Praxis rassistischer
Diskriminierung möglichst ‚unsichtbar‘ zu machen, wollen wir sie am 22.
Oktober deutlich sichtbar machen und unsere Wut auf die Straße tragen!
Auch in Bielefeld finden viele Schritte statt, die Abschiebungen, rassistische
Ausgrenzung und die Entrechtung von Flüchtlingen erst möglich machen.

Leben in Deutschland als Flüchtling bedeutet unter anderem:
• Internierung in Asylheimen, Lagern, Containern und in Abschiebehaft
• ein Leben weit unter dem finanziellen Existenzminimum
• die Beschränkung der Bewegungs- und Reisefreiheit
• Status der ‚Duldung‘
• unzureichende medizinische Versorgung
• ständige Kontrollen
• gewaltsame Abschiebung

Und in Bielefeld?
Hier befindet sich eine der drei zentralen Ausländerbehörden (ZAB) NRWs.
Ihre Aufgabe ist es, Abschiebungen vorzubereiten und durchzuführen. Sie soll
dafür sorgen, dass eine Abschiebung ‚reibungslos‘ verläuft, das heißt unter
anderem, dass für Personen ohne Pass Passersatzpapiere besorgt werden
und eventuelle ‚Hindernisse‘ wie z.B. die Reiseunfähigkeit einer Person
aus dem Weg geräumt werden müssen. Neben der ZAB sind in Bielefeld
unter anderem ebenfalls die kommunale Ausländerbehörde sowie das
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge tagtäglich an der Vorbereitung und
Durchführung von Abschiebungen beteiligt. Sie alle sind Teil der rassistischen
Abschottungspolitik und müssen abgeschafft werden.

Widerstand – Was tun?
Die Widerstandsbewegungen von Flüchtlingen und Unterstützer_innen
sind vielfältig und richten sich immer wieder erfolgreich gegen rassistische
Ausgrenzung und gegen das menschenverachtende Abschiebesystem.
Wir müssen nicht passiv zusehen, wie die bundesdeutsche Regierung die
Menschenrechte unserer Mitmenschen missachtet und ihr Leben und ihre
Sicherheit gefährdet.
Allein 2008 konnten 377 Abschiebungen verhindert werden – in 220 Fällen
konnte dies durch den Widerstand der Betroffenen erreicht werden und in 76
Fällen haben Piloten sich geweigert zu fliegen.

Abschiebungen stoppen! Für ein Recht auf Bewegungsfreiheit!
Stop deportation! Freedom of movement!
Pour un arrêt d‘expulsion et pour le droit de la liberté de mouvement!
¡Que paren las deportaciones y derecho a la libertad de circulación!

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