Die KUK empfiehlt: Tagung „Hochschullehre und Kritik“ 9.-10.10.15

Hier noch einmal der Hinweis auf den Workshop "Hochschullehre &
Kritik“ der vom 9. bis 10.10.2015 an der Uni Kassel (Arnold-Bode-Str. 2,
Raum 0401) stattfindet und von der AG „kritische Lehre“ der AkG und
reflect! e.V. organisiert wird. Das Programm findet ihr im unten

Anmeldungen bis zum 5. Oktober 2015, an:
Workshop-KritischeLehre(ät]reflect-online.org

Programm "Hochschullehre und Kritik" Okt 2015 Kassel

Gender untroubled? Strategien gegen (rechten) Geschlechterpopulismus

Die KUK lädt herzlich zur neuen Veranstaltungsreihe ein:

Gender untroubled? Strategien gegen (rechten) Geschlechterpopulismus

28.01.2015 | 20.00
Die AfD und ihre Maskulist_innen
Input und Diskussion mit Andreas Kemper

17.02.2015 | 20.00
Antifeminismus im medialen Diskurs
Input und Diskussion mit Isolde Aigner

Der Vortrag widmet sich antifeministischen Denkmustern in Leitmedien am Beispiel des FOCUS. Anschließend können wir uns in Kleingruppen und anhand von Artikeln mit antifeministischen Strategien auseinanderzusetzen.

04.03.2015 | 20.00
Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken
Lesung und Diskussion mit dem Herausgeber_innen-Kollektiv Fantifa

Alle Veranstaltungen finden im KUK-Raum statt (Uni Kassel | Nora-Platiel-Str. 6 | Raum 0213)

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Die KUK empfiehlt: „Tanzen für ein Recht auf Stadt“

Aufruf der Gruppe Recht auf Stadt:

Auf die Straßen! …zur Kasseler Nachttanzdemo am 10.Okrotber 2014

Auch in Kassel verschwinden bezahlbare, offene kulturelle Freiräume mit zunehmender Geschwindigkeit, Mieten steigen und Menschen werden verdrängt. Die Folgen der neoliberalen Entwicklung der Städte machen sich hier wie überall deutlich bemerkbar, ohne dass wir Bewohner_innen die Zukunft Kassels wirklich mitgestalten können. Aber in was für einer Stadt wollen wir eigentlich leben? Und wem gehört die Stadt? An diesem Abend werden wir mit der Nachttanzdemo ein Stück Stadt zurückerobern und nach unseren Wünschen gestalten. Wir wollen laut und tanzend zeigen, dass wir es nicht mehr länger hinnehmen, wie den Bewohner_innen Kassels ihr Recht auf Stadt genommen wird!„Beim Recht auf Stadt geht es darum, dass jedeR – unabhängig vom Status, der Nationalität oder von dem, was er oder sie im Portemonnaie hat – ein Recht hat, da zu sein und mit zu entscheiden, wie (städtisches) Leben gestaltet wird.“
Initiator_innen des Recht-auf-Stadt-Kongresses Hamburg, 2011

Verdrängung? In Kassel?

Kassel feiert sich als eine der dynamischsten Städte Deutschlands. Jetzt lohnt es sich auch endlich wieder für Investor_innen Geld in Kassels Immobilien fließen zu lassen. Kassel holt auf und modernisiert sein Stadtbild von der Friedrich-Ebert-Straße bis zum Wesertorplatz. Alle freuen sich… wirklich alle? Aufwertung bedeutet immer auch Verdrängung. Schon rangiert Kassel in Sachen Mietpreissteigerung auf Platz vier der deutschen Großstädte. In einigen Vierteln führt dies zum Abwandern der Altmieter_innen.Veränderung ist kein Problem aber in welche Richtung und aus welchen Gründen ist die Frage. Es geht nicht um die Bedürfnisse der Menschen, sondern um den (möglichst hohen) Profit. Brachen, Baulücken, Nischen werden bebaut und in Wert gesetzt. Da bleibt kein Raum mehr für Ateliers, Proberäume oder unkommerzielle Kultur. Diesem Verdrängungsprozess fielen in Kassel allein in den letzten 2 Jahren trotz Protesten zahlreiche Räume zum Opfer. So wurde das Trafohäuschen am Lutherplatz geschlossen, das selbstverwaltete Kulturzentrum Karoshi in der Gießbergstrasse musste gehen, die Kulturfabrik Salzmann in Bettenhausen droht zur Ruine zu werden und der Nordflügel am Kulturbahnhof ist schon abgerissen. Diese Projekte waren und sind wertvolle Orte der kulturellen Vielfalt und aktiven Stadtgestaltung.

Recht auf Stadt für alle!

Gegen die Verdrängung von Mieter_innen, subkulturellen Räumen und unliebsamen Gruppen in Randbereiche setzen wir das Recht auf ein Leben in der Stadt für alle! Der gleichberechtigte Anspruch aller Bewohner_innen Kassels auf ein Leben in allen Teilen der Stadt muss ernst genommen werden.Gegen die Stadtentwicklung ohne echte Beteiligung der Bewohner_innen setzen wir ein Recht auf die Gestaltung der Stadt für alle! Mitbestimmung muss mehr sein, als folgenlose Bürger_innenbeteiligung. Mieter_innen, Projekte und Initiativen müssen die Möglichkeit haben, über ihre Belange mit zu entscheiden und über ihren Verbleib, Ersatzgelände usw. mitbestimmen können.

Noch gibt es kaum Platz in der Stadt, um dieses Anliegen zu verbreiten. Deshalb nehmen wir uns am 10. Oktober 2014 den Raum der uns noch bleibt – die Straße! Hier werden wir unseren Protest laut und tanzend unübersehbar machen! Also…

…auf die Straße!

Zur Nachttanzdemo am 10. Oktober 2014,

20:00 Uhr, Startpunkt: Joseph-Beuys-Straße, Nordflügel Hauptbahnhof

Die KUK empfiehlt: Demonstration 23.5. gegen „Homoheiler“

Aufruf zur Demonstration gegen „Homoheiler“ in Kassel

Mit großer Sorge blicken wir auf den Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ Ende Mai in Kassel. Leider bietet der Kongress wiederum Referenten und Referentinnen ein Forum, die seit Jahren eine angebliche „Heilbarkeit“ von Homosexualität propagieren. Deshalb rufen wir zu einer Demonstration am Freitag, den 23. Mai 2014, um 16:00Uhr am Kulturbahnhof Kassel auf.

Über den Verband: Das Weiße Kreuz, ein Fachverband im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschland, möchte nach eigener Aussage zum Nachdenken „über sexualethische Werte, die auf das biblische Menschenbild begründet sind“ anregen und für diejenigen tätig sein, „die sich neu orientieren, ihr Leben auf eine andere Basis stellen wollen oder sich alleine nicht zurechtfinden“ [1]. In einer Veröffentlichung namens „Denkangebot“ gibt es nur „homosexuell empfindende Menschen“. Es wird behauptet, Homosexualität sei vor allem bei Männern der Versuch, in einer überzogenen Sexualität ihre psychischen und körperlichen Defizite zu „reparieren“ [2]. Der christliche Fundamentalismus zeigt sich auch bei den tradierten Vorstellungen des Verbandes zu den Themen sexuelle Enthaltsamkeit, Abtreibung oder der Rolle der Frau in der Ehe. Der Verband argumentiert sexistisch, ignoriert die individuelle und sexuelle Selbstbestimmung, propagiert unwissenschaftliche Behauptungen und wirbt für ein diskriminierendes, vorurteilsbeladenes Beratungskonzept.

Die Referent_innen auf dem Kongress: Der Verband veranstaltet seinen diesjährigen Kongress vom 22. bis 24. Mai in Kassel (Leuschnerstr. 72b). Dazu wurde die antihomosexuelle Fundamentalistin Christl Vonholdt vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) als Referentin eingeladen. Das DIJG behauptet, dass die homosexuelle Orientierung nicht eine grundlegende Prägung, sondern eine Identitätsstörung sei. Demgemäß propagiert das DIJK pseudowissenschaftliche Therapiekonzepte mit fatalen Folgen für die betroffenen Menschen. Der Verein Wüstenstrom neigt sogar dazu, Aussteiger_innen zu bedrohen, die über ihre negativen Erfahrungen berichten: So wurden Aussteiger_innen mit haltlosen Abmahnungen überzogen. Im Wüstenstrom-Rundbrief wurden „abgesprungene“ Ratsuchende mit vertraulichen Pseudodiagnosen aus der „Beratungspraxis“ öffentlich diffamiert. Das DIJG behauptet in Vorträgen, homosexuelle Männer seien nicht in der Lage, vertrauensvolle Beziehungen zu führen („maximal zwei Jahre“) und stellt sie als Sexbestien dar. Auf dem Kongress „Sexualethik und Seelsorge“ sollen diese pseudowissenschaftlichen Thesen wieder propagiert werden. Erneut soll für die zweifelhaften Beratungsangebote des DIJG und von Wüstenstrom geworben werden.

Unsere Kritik: In mehreren Aufrufen und Aktionen des Bündnisses gegen Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus, des LSVD und anderen Verbänden [3] wurde das Weiße Kreuz wiederholt dafür kritisiert, Referent_innen mit sexistischen und homophoben Einstellungen ein Forum zu bieten. Die Bundesregierung [4] und die Landesregierung von Sachsen-Anhalt [5] haben die Aktivitäten dieser „Homoheiler“ als unwissenschaftlich und schädlich verurteilt. Alljährlich gedenken wir mit dem 17. Mai dem Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1990 beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen [6]. Seitdem belegen eine Vielzahl von Langzeitstudien und klinischer Publikationen, dass gleichgeschlechtliche Sexualität, Beziehungen, Gefühle und Verhalten normal und positive Variationen menschlicher Sexualität sind [7]. Die Einführung der „eingetragenen Partnerschaft“ und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) verdeutlicht die in den letzten Jahren zunehmende gesetzliche und gesellschaftliche Anerkennung von Homosexualität. Die Stadt Kassel wendet sich mit einem Runden Tisch seit 2010 gegen Homophobie und Transphobie. Dennoch zeigen aktuelle Umfragen und Pressemeldungen, wie sehr Homophobie immer noch ein gesellschaftliches Problem ist.

Wir lehnen jegliche sexistische, homophobe und diskriminierende Einstellungen ab! Kommt zur Demonstration!

flyerfundi1

[1] http://www.weisses-kreuz.de/home/ueber-uns/

(Stand: 8.05.2014)

[2] vgl. Trauernicht, Rolf: Die Homosexualität verstehen lernen Theorien zur Entstehung. Homosexuelle Neigung und Veränderung Denkanstöße für die Begleitung Homosexueller, Denkangebot 2, Weißes Kreuz e.V. Kassel.

[3] vgl. http://noplace.blogsport.de/

; http://www.mission-aufklaerung.de/umpolungsproblematik/homoheiler-in-deutschland/weisses-kreuz.html; http://www.queer.de/detail.php?article_id=21374 (Stand: 08.05.2014)

[4] vgl. BT-Drs. 16/7917

[5] vgl. LT-Drs. 6/2981

[6] vgl. Weltgesundheitsorganisation 1970: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD-10) online unter http://www.who.int/classifications/icd/en/

(Stand: 08.05.2014)

[7] American Psychological Association: Appropriate Therapeutic Responses to Sexual Orientation, online unter: http://www.apa.org/pi/lgbt/resources/therapeutic-response.pdf

(Stand: 08.05.2014)

 

„You have rights without papers!“ – „Du hast Rechte, auch ohne Papiere!“

27/02/2014, 7 pm
DGB-Haus, Spohrstr.6-8, Kassel

„You have rights without papers!“ – Organization of undocumented
migrant workers

For undocumented migrant workers legal institutions and unions are
rarely reference points, in the worst case they have to fear being
reported and possibly deported. Working without papers is thus
commonly equated with a situation without right and power. However, in
many cases migrant workers and (self-) organizations led successful
strikes, reclaimed their rights and found their way into the trade
union advisory and advocacy work. We want to discuss examples and problems related to organizing workers
without papers. Finally, we will discuss what this
means for a common local practice.

With: Kirsten Huckenbeck, MigrAr Frankfurt/Rhein-Main, Union point of
contact for migrants in precarious labour relations with and without
papers.

***

„Du hast Rechte, auch ohne Papiere!“ Zur Organisierung
undokumentierter migrantischer Arbeiter*innen

Rechtliche Institutionen und Gewerkschaften sind für migrantische
Arbeiter_innen ohne Papiere selten Bezugspunkt, schlimmstenfalls
müssen sie fürchten, gemeldet und ggf. abgeschoben zu werden. Arbeit
ohne Papiere wird daher gemeinhin mit einer Situation der
Rechtlosigkeit und Ohnmacht gleich gesetzt. Doch migrantische
Arbeiter_innen und (Selbst-)Organisationen haben in vielen Fällen
erfolgreiche Arbeitskämpfe geführt, Rechte eingefordert und ihren Weg
in die gewerkschaftliche Beratungs- und Interessensvertretungsarbeit
gefunden. Wir wollen Beispiele und Schwierigkeiten der Organisierung von
Arbeiter_innen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in und außerhalb von
Gewerkschaften beleuchten und gemeinsam diskutieren, was das für eine
lokale Praxis bedeutet.

Mit: Kirsten Huckenbeck, MigrAr Frankfurt/Rhein-Main,
Gewerkschaftliche Anlaufstelle für MigrantInnen in prekären
Arbeitsverhältnissen mit und ohne Papiere.

Die KUK empfiehlt: Jenseits des Rechts. Wie die europäische Sparpolitik die Menschenrechte verletzt

Vorstellung des Rechtsgutachtens zu den Maßnahmen der ›Troika‹

Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano
(Zentrum für Europäische Rechtspolitik der Universität Bremen)

Dienstag, der 21.01.2014
18.00 Uhr
Nora Platielstr. 5, Raum:0109/0110
Universität Kassel

hier geht´s zum Flyer

Die Austeritätspolitik der sogenannten Troika – dem Kontrollgremium in den Kreditverhandlungen, bestehend aus Vertretern der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds – hat in den südlichen Ländern der EU zu massiven Verarmungs- und Entdemokratisierungs-Prozessen beigetragen. In Griechenland etwa leben inzwischen mehr als 30 Prozent der Bevölkerung nahe oder unter der Armutsgrenze. Die drastischen Budgetkürzungen haben dazu geführt, dass das öffentliche
Gesundheitswesen vor dem Kollaps steht. Sogar der IWF rückt inzwischen von der radikalen Sparpolitik ab. In Spanien hat die konservative Regierung auf die massiven gesellschaftlichen Proteste mit einer Einschränkung der Demonstrationsfreiheit reagiert. So sollen spontane Demonstrationen vor staatlichen Institutionen, ebenso wie Belagerungen von Häusern und Arbeitsplätzen von Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, zukünftig unter Strafe stehen.

Andreas Fischer-Lescano hat vor diesem Hintergrund ein Rechtsgutachten für die Arbeiterkammer Wien, den Österreichischen und den Europäischen Gewerkschaftsbund erstellt, in dem er zu dem Ergebnis kommt, dass diese Politik sowohl gegen völkerrechtliche Menschenrechtsabkommen, als auch gegen die EU-Grundrechte-Charta verstößt. Dieses Gutachten wird er vorstellen und diskutieren. Dabei wird es auch um die Frage gehen, welche
prozessualen Möglichkeiten es gibt, gegen diese Politiken rechtlich vorzugehen, welche AkteurInnen diese verfolgen können und grundlegender: Wie eine solche juridische Strategie rechts- und gesellschaftstheoretisch einzuschätzen ist.

Die vorläufige Fassung des Gutachtens ist unter: http://media.arbeiterkammer.at/PDF/Austeritaetspolitik_und_Menschenrechte.pdf einzusehen.

Self-organized protests of refugees / Selbstorganisierte Proteste von Geflüchteten

11.12.13 / Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche in Fuldatal-Ihringshausen [Dörnbergstraße 1A 34233 Fuldatal]

Staring with the refugee camp in Würzburg, the march of refugees from Würzburg to Berlin, over the protests of the group “Lampedusa in Hamburg”, to the hunger strike in Berlin: everywhere in Germany, as well as in other European countries, self-organised protests of refugees against their marginalisation, the deprivation of rights, the precarious accommodation in refugee camps, the ‘Residenzpflicht’, the deportation and border policy and the everyday and institutional racism are currently taking place. Also in Witzenhausen refugees began last summer to organise, among others, in order to protest successfully against the signature which they were demanded twice a week. In the refugee camp in Fuldatal-Ihringshausen in the district of Kassel residents criticised the catastrophic conditions in the overcrowded camp and the discriminatory institutions and made a list of their demands.

In this event, Rex Osa of the refugee organisation The Voice will speak about Germany-wide protests. In addition, activists of AK Asyl Witzenhausen will share their experiences and successes of the past few months. Afterwards we will discuss perspectives for resistance.

In order to facilitate the participation of residents, the event will take place in the “Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche” near the refugee camp Fuldatal-Ihringshausen. Invited to this event is explicitly everybody who feels addressed or who is interested in the topic. Explicitly not invited are those, who are racist or otherwise disrespectful in their behaviour or comments.

Directions:

By car:

Please use the Ihringshäuser Straße from Kassel to Fuldatal. Just before reaching Ihringshausen turn right (Veckerhagener Straße). After 500m turn left (Dörnbergerstr.). The church is situated on the left side.

By Train:

Take the Tram 3 (departure 6:27pm at „Am Stern“) or Tram 7 (departure 6:19pm at „Am Stern“) until the stop „Ihringshäuser Straße“. Walk ca. 500m in diraction Fuldatal (Ihringshäuserstr.). After ca.500m turn left (Dörnbergerster) abbiegen. The church is situated on the left side.

Further there is the posibility to get to the event together. Meetingpoint is at 6:00pm at the KUK-Raum – University of Kassel, Nora-Platiel-Str. 6, Raum 0213.

***

Angefangen vom Flüchtlingscamp in Würzburg, dem Protestmarsch von Geflüchteten aus Würzburg nach Berlin, über die Proteste der „Lampedusa in Hamburg” bis zum Hungerstreik in Berlin: Überall in Deutschland, wie in anderen europäischen Ländern, finden aktuell selbstorganisierte Proteste von Geflüchteten statt, die sich z.B. gegen ihre Marginalisierung, Entrechtung, die prekäre Unterbringung in Lagern, die Residenzpflicht, die Abschiebe- und Grenzpolitik sowie den alltäglichen und institutionellen Rassismus richten. Auch im Landkreis Witzenhausen begannen letzten Sommer Geflüchtete sich zu organisieren um u. a. erfolgreich gegen die ihnen zweimal wöchentlich abverlange Unterschrift zu protestieren. Im Lager in Fuldatal-Ihringshausen bei Kassel klagten Bewohner*innen die katastrophalen Zustände in ihrem überfüllten Lager und die diskriminierende Politik der Institutionen an und stellten einen Forderungskatalog auf.

In dieser Veranstaltung wird Rex Osa von der Flüchtlingsorganisation the Voice über deutschlandweite Proteste sprechen. Außerdem werden Aktivist*innen vom AK Asyl Witzenhausen von ihren Erfahrungen und Erfolgen der letzten Monate berichten. Im Anschluss daran werden Perspektiven für Widerstand diskutiert.

Um möglichst vielen Betroffenen den Zugang zu der Veranstaltung zu ermöglichen, wird diese im Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche, in der Nähe des Lagers Fuldatal-Ihringshausen stattfinden. Eingeladen, diese Informations- und Diskussionsveranstaltung zu besuchen sind alle, die sich angesprochen fühlen oder thematisch interessiert sind. Ausgeschlossen sind jene, die bereits durch rassistisches oder anders menschenverachtendes Verhalten aufgefallen sind oder sich dementsprechend äußern.

Wegbeschreibung:

Auto:

Von Kassel kommend der Ihringshäuser Straße in Richtung Fuldatal folgen. Kurz vor Ihringshausen  rechts abbiegen auf die Veckerhagener Straße. Nach ca.500m links auf die Dörnbergerster abbiegen. Die Kirche befinden sich auf der linken Seite.

Bahn:

Mit der  Tram 3 (18:27 Abfahrt Am Stern) oder 7 (18:19 Abfahrt Am Stern) zur Haltestelle Ihringshäuser Straße. Von dort zu Fuß ca. 500m der Ihringshäuser Straße in Richtung Fuldatal folgen. Nach ca.500m links auf die Dörnbergerster abbiegen. Die Kirche befinden sich auf der linken Seite.

Außerdem gibt es die Möglichkeit gemeinsam nach Ihringshausen-Fuldatal zu fahren. Treffpunkt ist um 18:00 am KUK-Raum – Universität Kassel, Nora-Platiel-Str. 6, Raum 0213.

 

Veranstaltungsreihe 2013/2014: Grenzregime und Widerstand – Border Regime and Resitance

Von November 2013 bis April 2014 fand in Kooperation mit d.o.r.n (http://dorn.blogsport.de/) und der Rassismuskritischen Initiative (RAKINI) die Veranstaltungsreihe „Grenzregime und Widerstand / border regime and resitance“ statt. Infos findet ihr nach dem klick…

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Nachdem der Tod hunderter Geflüchteter vor Lampedusa Anfang Oktober 2013 öffentliche Aufmerksamkeit erregt hat, stehen derzeit täglich vor allem die Folgen der europäischen Migrationspolitik im Mittelmeer im Fokus der medialen Berichterstattung. Weniger präsent in der öffentlichen Wahrnehmung ist ein anderer Aspekt der Migrationspolitik: Diejenigen Geflüchteten, die es nach Europa schaffen, haben meist mit katastrophalen Lebensbedingungen in Lagern, der ständigen Bedrohung durch Abschiebung, gewollter Isolation, weitgehender Entrechtung und Rassismus in Institutionen und Gesellschaft zu kämpfen. Zugleich haben die Flüchtlingsproteste, die seit über einem Jahr in ganz Europa stattfinden, auf eindrucksvolle Weise gezeigt, dass Widerstand von Geflüchteten trotz dieser erschwerten Bedingungen möglich ist.Ausgehend von den Protesten von Geflüchteten und Migrant_innen ohne Papier wollen wir in dieser Veranstaltungsreihe verschiedene Aspekte des europäischen Grenzregimes beleuchten und dabei einen besonderen Fokus auf die Widerstände legen.
Since the death of hundreds of migrants near the island of Lampedusa in early October 2013, the consequences of the European migration policy in the Mediterranean Sea are widely discussed in the media. Less present is that migrants who made it into Europe suffer from disastrous living conditions in camps, the constant threat of deportation, intended isolation, deprivation of rights and racism in all areas of their lives. At the same time, the growing migrant protest movement shows in an impressive way that resistance against those inhuman conditions is still possible. Taking these protests as a reference, in this series of events we want to have a closer look at different aspects of the European border regime and put a particular focus on resistance against it.

Alle Veranstaltungen werden bei Bedarf in Englisch oder Deutsch übersetzen. Wenn du bei einer Veranstaltungen die Übersetzung in eine andere Sprache benötigst, melde dich bitte unter kuk@riseup.net, sodass wir versuchen können, eine Übersetzung zu organisieren.

 

Die KUK empfiehlt: Veranstaltung zu „Antiziganistische Zustände“

Vortrag und Diskussion mit Markus End und Tobias von Borcke, Mitautoren von „Antiziganistische Zustände“ und „Antiziganistische Zustände 2“

Mittwoch 04.12.2013, 18 Uhr

KuK-Raum – Nora-Platiel-Str. 6, Raum 0213

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und virulentes Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als »Zigeuner« diskriminiert und teilweise verfolgt. In den letzten Jahren haben sich Medien, Wissenschaft und Politik vermehrt mit dem Thema Antiziganismus beschäftigt. Die Auseinandersetzung bleibt jedoch häufig oberflächlich und ist nicht selten durch stereotype Wahrnehmungen geprägt. Gerade Letzteres führt immer wieder dazu, dass die Verantwortung für die in vielen Fällen äußerst schwierige Lage der von Antiziganismus betroffenen Menschen bei diesen selbst gesucht wird, statt bei der Mehrheitsgesellschaft, von der Diskriminierung und Verfolgung ausgehen.

Moderation: Lisa-Marie Heimeshoff, FG Politik der Arbeitsmigration Universität Kassel

Kooperationsveranstaltung: AStA & Fachgebiet „Politik der Arbeitsmigration“ an der Universität Kassel sowie Einzelpersonen.

 

Filmvorführung „Residenzpflicht“

Am 27.11.13 um 19Uhr präsentieren wir als Auftaktveranstaltung der Reihe „Grenzregime und Widerstand“ den Film „Residenzpflicht“ von Denise Garcia Bergt.

Die Dokumentation zeigt Gruppen von Flüchtlingen, die gegen die Residenzpflicht kämpfen und deren Abschaffung fordern. Sie protestieren gegen die Isolation in welcher sie gezwungen sind zu leben und fordern ihr Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit. Der Film zeigt den Einfluss der Agentur Frontex und ihren ausgeklügelten Kontrollapparat an den Außengrenzen von Europa, die deutsche Sortierung und Verteilung von Flüchtlingen in Asylbewerberunterkünften, das koloniale Erbe und den Alltagsrassismus.

The documentary shows self-organized groups of refugees, which have been fighting the Residenzpflicht law in Germany. They demand the complete the abolition of the law restricting their freedom of movement and protest against the isolation they are forced to live in. The film shows the influence of the Frontex agency and their sophisticated control machine at the outer borders of Europe, the German way of sorting and distribution of refugees into asylum camps throughout the country, the colonial heritage and the day to day racism.

 

When? 27.11.13, 19:00 pm

Where? Holländischer Platz, Universität Kassel, KUK-Raum (Nora-Platiel-Str. 6 – R0213)

http://residenzpflichtdoc.com/