Gender untroubled? Strategien gegen (rechten) Geschlechterpopulismus

Die KUK lädt herzlich zur neuen Veranstaltungsreihe ein:

Gender untroubled? Strategien gegen (rechten) Geschlechterpopulismus

28.01.2015 | 20.00
Die AfD und ihre Maskulist_innen
Input und Diskussion mit Andreas Kemper

17.02.2015 | 20.00
Antifeminismus im medialen Diskurs
Input und Diskussion mit Isolde Aigner

Der Vortrag widmet sich antifeministischen Denkmustern in Leitmedien am Beispiel des FOCUS. Anschließend können wir uns in Kleingruppen und anhand von Artikeln mit antifeministischen Strategien auseinanderzusetzen.

04.03.2015 | 20.00
Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken
Lesung und Diskussion mit dem Herausgeber_innen-Kollektiv Fantifa

Alle Veranstaltungen finden im KUK-Raum statt (Uni Kassel | Nora-Platiel-Str. 6 | Raum 0213)

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Lesung und Buchvorstellung „¡RESISTENCIA! Südmexiko: Umweltzerstörung, Marginalisierung und indigener Widerstand“ am 24. Juni um 20Uhr

Resistencia PlakatIm südmexikanischen Chiapas machte vor 20 Jahren die zapatistische Bewegung als indigene Widerstandsform von sich reden und erlangte große internationale Beachtung. Jenseits des Drogenkriegs, der in den hiesigen Medien die meiste Aufmerksamkeit erhält, existieren im mexikanischen Süden weiterhin unterschiedliche Formen des Widerstands und der Selbstorganisation.

Der Soziologe Dr. Luz Kerkeling hat viele dieser Gruppen begleitet, ihre Protagonist_innen interviewt und ihnen in seinem Buch „¡RESISTENCIA!“ eine Stimme gegeben. Der Autor begreift seine Arbeit als Versuch, die Kritik, Alternativen und Projekte indigener Widerstandsgruppen aus den drei südmexikanischen Bundesstaaten Chiapas, Guerrero und Oaxaca zu beschreiben und zu analysieren. Zu diesem Zweck hat er in den letzten 10 Jahren über 100 Interviews mit Mitgliedern unterschiedlicher Organisationen geführt.

Das Fachgebiet Soziologie der Diversität der Universität Kassel, das Promotionskolleg „Global Social Policies and Governance“ sowie die Kritische Universität Kassel (KUK) laden herzlich zur Buchvorstellung ein. Am 24. Juni um 20 Uhr im Raum 0404 (Arnold-Bode-Straße 2) wird Luz Kerkeling einen Einblick in seine Arbeit geben und steht danach für Fragen zur Verfügung.

Kämpfe für Bewegungsfreiheit in Zeiten von Weltwirtschaftskrise, Arabischem Frühling und EU-Abschottung / Struggles for Freedom of Movement in Times of the World Economic Crisis, the Arab Spring and Fortress Europe

Bernd Kasparek (bordermonitoring.eu/ kritnet)

28.01.14 / Stadtteilzentrum Wesertor [Weserstr. 26]

Die in den Metropolen hervorgerufene Wirtschaftskrise hat die Zahl der Hungernden weltweit auf über eine Milliarde steigen lassen und der von Europa kritisch beäugte arabische Frühling bzw. dessen blutige Niederschlagung lassen tausende von Flüchtlingen entstehen. Zehntausende machen sich angesichts von Hunger, Krieg, Perspektivlosigkeit und/oder auf der Suche nach einem besseren Leben jedes Jahr auf den Weg in die Festung Europa. Tausende sterben jedes Jahr bei dem Versuch dorthin zu gelangen.

Deutschland treibt dabei den Ausbau der Festung Europa sowohl hinsichtlich der Sicherheitstechnologie als auch in Bezug auf den rechtlichen Rahmen sehr aktiv voran. Dabei achtet es immer genau darauf, dass ein Großteil der Migrant_innen nicht bis nach Deutschland, sondern maximal bis in die südeuropäischen Länder gelangen. Zugleich wirbt Deutschland in Spanien und Griechenland aktiv Arbeitskräfte an und profitiert einmal mehr von den Auswirkungen der Sparpolitik innerhalb der EU.

Was hat sich in den letzten Jahren an der EU-Abschottungspolitik, den Grenz- und Migrationsregime allgemein geändert? Wie wirkt sich die Krisensituation auf die Flüchtlinge und Migrant_innen und deren Rechte in (Süd-)europa und anderen Teilen der Welt aus? Welche sozialen Kämpfe werden derzeit rund um die Thematik geführt?

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Due to the economic crisis, caused by the industrialized countries, the number of starving people in the world rose to more than one billion. The Arab Spring and especially the cruel reaction to it let thousands of people flee. In the face of hunger, war, lack of perspectives and/or looking for a better life, they embarked on their way towards Fortress Europe. This is a risky undertaking with thousands dying every year on the way.

Germany actively builds up Fortress Europe both in terms of security technology and concerning the legal framework. Germany always pays attention that most migrants do not reach the country, but only reach the Southern European countries. However, Germany also recruits labour migrants from Spain and Greece and is profiting once more from austerity policies within the EU.

What has changed concerning Europe’s border and migration regime in the last years? What does the economic crisis mean for refugees and migrants and their rights in (Southern) Europe and other parts of the world? What do those demand who are active in current social struggles?

Jugendliche ohne Grenzen – Kurzer Bericht zu selbst organisierten Protesten in Deutschland und an den europäischen Außengrenzen im Oktober 2013 // Youth without borders – A short report about self-organized protest in Germany and at the outer european borders in October 2013

16.01.14 / 19Uhr / KUK-Raum [Uni Kassel Nora-Platiel-Str. 6 / Raum 0213]

(english version below)

Jugendliche Ohne Grenzen ist eine selbst organisierte Initiative von Jungen Flüchtlingen, die sich in Deutschland für ein bedingungsloses Bleiberecht und gegen die diskriminierende Asylpolitik einsetzt. Im Oktober haben JoG und Welcome to Europe mit Flüchtlingsjugendlichen einer Reise nach Lesvos/Griechenland unternommen. Die Jugendlichen, die bei ihrer Ankunft in Europa zum ersten Mal auf der Insel angekommen sind, haben nach einem monatelangen Kampf mittlerweile in verschiedenen europäischen Ländern eine sichere Aufenthaltserlaubnis. Diese jungen Menschen und Aktivist_innen haben bereits 2009 beim Noborder Camp in Lesvos erfolgreiche Proteste durchgeführt. Dieses Jahr haben wir uns auf eben dieser Insel getroffen, um gegen das menschenverachtende europäische Grenzregime, gegen die Detention Centers, gegen die Frontex und Pushbacks zu protestieren. Weiterlesen

KUK unterstützt: Refugees Welcome! Kassel

Die Kritische Uni Kassel ist Mitglied in dem Bündnis ‚Refugees Welcome! Kassel‘,  eine Initiative für die Aufnahme von Geflüchteten – gegen die rassistische Hetze.

Informationen zur aktuellen Situation, Forderungen und das Selbstverständnis findet Ihr auf der Website: http://refugeeswelcomekassel.wordpress.com/

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Self-organized protests of refugees / Selbstorganisierte Proteste von Geflüchteten

11.12.13 / Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche in Fuldatal-Ihringshausen [Dörnbergstraße 1A 34233 Fuldatal]

Staring with the refugee camp in Würzburg, the march of refugees from Würzburg to Berlin, over the protests of the group “Lampedusa in Hamburg”, to the hunger strike in Berlin: everywhere in Germany, as well as in other European countries, self-organised protests of refugees against their marginalisation, the deprivation of rights, the precarious accommodation in refugee camps, the ‘Residenzpflicht’, the deportation and border policy and the everyday and institutional racism are currently taking place. Also in Witzenhausen refugees began last summer to organise, among others, in order to protest successfully against the signature which they were demanded twice a week. In the refugee camp in Fuldatal-Ihringshausen in the district of Kassel residents criticised the catastrophic conditions in the overcrowded camp and the discriminatory institutions and made a list of their demands.

In this event, Rex Osa of the refugee organisation The Voice will speak about Germany-wide protests. In addition, activists of AK Asyl Witzenhausen will share their experiences and successes of the past few months. Afterwards we will discuss perspectives for resistance.

In order to facilitate the participation of residents, the event will take place in the “Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche” near the refugee camp Fuldatal-Ihringshausen. Invited to this event is explicitly everybody who feels addressed or who is interested in the topic. Explicitly not invited are those, who are racist or otherwise disrespectful in their behaviour or comments.

Directions:

By car:

Please use the Ihringshäuser Straße from Kassel to Fuldatal. Just before reaching Ihringshausen turn right (Veckerhagener Straße). After 500m turn left (Dörnbergerstr.). The church is situated on the left side.

By Train:

Take the Tram 3 (departure 6:27pm at „Am Stern“) or Tram 7 (departure 6:19pm at „Am Stern“) until the stop „Ihringshäuser Straße“. Walk ca. 500m in diraction Fuldatal (Ihringshäuserstr.). After ca.500m turn left (Dörnbergerster) abbiegen. The church is situated on the left side.

Further there is the posibility to get to the event together. Meetingpoint is at 6:00pm at the KUK-Raum – University of Kassel, Nora-Platiel-Str. 6, Raum 0213.

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Angefangen vom Flüchtlingscamp in Würzburg, dem Protestmarsch von Geflüchteten aus Würzburg nach Berlin, über die Proteste der „Lampedusa in Hamburg” bis zum Hungerstreik in Berlin: Überall in Deutschland, wie in anderen europäischen Ländern, finden aktuell selbstorganisierte Proteste von Geflüchteten statt, die sich z.B. gegen ihre Marginalisierung, Entrechtung, die prekäre Unterbringung in Lagern, die Residenzpflicht, die Abschiebe- und Grenzpolitik sowie den alltäglichen und institutionellen Rassismus richten. Auch im Landkreis Witzenhausen begannen letzten Sommer Geflüchtete sich zu organisieren um u. a. erfolgreich gegen die ihnen zweimal wöchentlich abverlange Unterschrift zu protestieren. Im Lager in Fuldatal-Ihringshausen bei Kassel klagten Bewohner*innen die katastrophalen Zustände in ihrem überfüllten Lager und die diskriminierende Politik der Institutionen an und stellten einen Forderungskatalog auf.

In dieser Veranstaltung wird Rex Osa von der Flüchtlingsorganisation the Voice über deutschlandweite Proteste sprechen. Außerdem werden Aktivist*innen vom AK Asyl Witzenhausen von ihren Erfahrungen und Erfolgen der letzten Monate berichten. Im Anschluss daran werden Perspektiven für Widerstand diskutiert.

Um möglichst vielen Betroffenen den Zugang zu der Veranstaltung zu ermöglichen, wird diese im Gemeindesaal der Heilig-Kreuz-Kirche, in der Nähe des Lagers Fuldatal-Ihringshausen stattfinden. Eingeladen, diese Informations- und Diskussionsveranstaltung zu besuchen sind alle, die sich angesprochen fühlen oder thematisch interessiert sind. Ausgeschlossen sind jene, die bereits durch rassistisches oder anders menschenverachtendes Verhalten aufgefallen sind oder sich dementsprechend äußern.

Wegbeschreibung:

Auto:

Von Kassel kommend der Ihringshäuser Straße in Richtung Fuldatal folgen. Kurz vor Ihringshausen  rechts abbiegen auf die Veckerhagener Straße. Nach ca.500m links auf die Dörnbergerster abbiegen. Die Kirche befinden sich auf der linken Seite.

Bahn:

Mit der  Tram 3 (18:27 Abfahrt Am Stern) oder 7 (18:19 Abfahrt Am Stern) zur Haltestelle Ihringshäuser Straße. Von dort zu Fuß ca. 500m der Ihringshäuser Straße in Richtung Fuldatal folgen. Nach ca.500m links auf die Dörnbergerster abbiegen. Die Kirche befinden sich auf der linken Seite.

Außerdem gibt es die Möglichkeit gemeinsam nach Ihringshausen-Fuldatal zu fahren. Treffpunkt ist um 18:00 am KUK-Raum – Universität Kassel, Nora-Platiel-Str. 6, Raum 0213.

 

Veranstaltungsreihe 2013/2014: Grenzregime und Widerstand – Border Regime and Resitance

Von November 2013 bis April 2014 fand in Kooperation mit d.o.r.n (http://dorn.blogsport.de/) und der Rassismuskritischen Initiative (RAKINI) die Veranstaltungsreihe „Grenzregime und Widerstand / border regime and resitance“ statt. Infos findet ihr nach dem klick…

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Nachdem der Tod hunderter Geflüchteter vor Lampedusa Anfang Oktober 2013 öffentliche Aufmerksamkeit erregt hat, stehen derzeit täglich vor allem die Folgen der europäischen Migrationspolitik im Mittelmeer im Fokus der medialen Berichterstattung. Weniger präsent in der öffentlichen Wahrnehmung ist ein anderer Aspekt der Migrationspolitik: Diejenigen Geflüchteten, die es nach Europa schaffen, haben meist mit katastrophalen Lebensbedingungen in Lagern, der ständigen Bedrohung durch Abschiebung, gewollter Isolation, weitgehender Entrechtung und Rassismus in Institutionen und Gesellschaft zu kämpfen. Zugleich haben die Flüchtlingsproteste, die seit über einem Jahr in ganz Europa stattfinden, auf eindrucksvolle Weise gezeigt, dass Widerstand von Geflüchteten trotz dieser erschwerten Bedingungen möglich ist.Ausgehend von den Protesten von Geflüchteten und Migrant_innen ohne Papier wollen wir in dieser Veranstaltungsreihe verschiedene Aspekte des europäischen Grenzregimes beleuchten und dabei einen besonderen Fokus auf die Widerstände legen.
Since the death of hundreds of migrants near the island of Lampedusa in early October 2013, the consequences of the European migration policy in the Mediterranean Sea are widely discussed in the media. Less present is that migrants who made it into Europe suffer from disastrous living conditions in camps, the constant threat of deportation, intended isolation, deprivation of rights and racism in all areas of their lives. At the same time, the growing migrant protest movement shows in an impressive way that resistance against those inhuman conditions is still possible. Taking these protests as a reference, in this series of events we want to have a closer look at different aspects of the European border regime and put a particular focus on resistance against it.

Alle Veranstaltungen werden bei Bedarf in Englisch oder Deutsch übersetzen. Wenn du bei einer Veranstaltungen die Übersetzung in eine andere Sprache benötigst, melde dich bitte unter kuk@riseup.net, sodass wir versuchen können, eine Übersetzung zu organisieren.

 

Filmvorführung „Residenzpflicht“

Am 27.11.13 um 19Uhr präsentieren wir als Auftaktveranstaltung der Reihe „Grenzregime und Widerstand“ den Film „Residenzpflicht“ von Denise Garcia Bergt.

Die Dokumentation zeigt Gruppen von Flüchtlingen, die gegen die Residenzpflicht kämpfen und deren Abschaffung fordern. Sie protestieren gegen die Isolation in welcher sie gezwungen sind zu leben und fordern ihr Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit. Der Film zeigt den Einfluss der Agentur Frontex und ihren ausgeklügelten Kontrollapparat an den Außengrenzen von Europa, die deutsche Sortierung und Verteilung von Flüchtlingen in Asylbewerberunterkünften, das koloniale Erbe und den Alltagsrassismus.

The documentary shows self-organized groups of refugees, which have been fighting the Residenzpflicht law in Germany. They demand the complete the abolition of the law restricting their freedom of movement and protest against the isolation they are forced to live in. The film shows the influence of the Frontex agency and their sophisticated control machine at the outer borders of Europe, the German way of sorting and distribution of refugees into asylum camps throughout the country, the colonial heritage and the day to day racism.

 

When? 27.11.13, 19:00 pm

Where? Holländischer Platz, Universität Kassel, KUK-Raum (Nora-Platiel-Str. 6 – R0213)

http://residenzpflichtdoc.com/

Wenn das Land zur Ware wird

Die Zerstörung der Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung in Chiapas/Südmexiko

Filmvorführung mit anschließender Diskussion

Mittwoch 6.11.2013 – 19 Uhr – KUK-Raum – Nora Platiel Str. 6 – Raum 0213

Der Dokumentarfilm von „Zwischen-Zeit“ problematisiert die Bedrohung der indigenen Gemeinden in Südmexiko durch Monokulturen, Infrastrukturausbau, Tourismusprojekte und Gewalt. Auch der kreative friedliche Widerstand dagegen wird thematisiert. Im Anschluss an die Filmpräsentation wird Luz Kerkeling, einer der Poduzent*innen des Filmes, von seinen Erfahrungen berichten und mit uns über den Film und die Thematik diskutieren (D/Mex 2013 – 70 Min.).

Flyer-Dokumentarfilm-Wenn das Land zur Ware wird