Archiv für die Kategorie „AG Öffentlichkeitsarbeit/Vernetzung“

Die KUK darf seit dem 12. Juli 2010 keine Räume mehr für Veranstaltungen an der Uni Kassel reservieren, AUßER wenn wir die jeweilige Veranstaltung beim Kanzler Robert Kuhn vorstellen. Die Kontrolle und Zensur durch eine Person halten wir für höchst fragwürdig! “Ob dies im Sinne einer freien, kritischen Wissenschaft und Bildung ist, ist zu bezweifeln” (Zitat aus unserer PM).

Hier ist außerdem ein Artikel, den wir auf Indymedia gefunden haben, der auf die Raumreservierungs-Situation der KUK aufmerksam macht. Er berichtet ausführlich über die Geschehnisse:

Diesen Beitrag weiterlesen »

Kassel: Bildungsfestival vom 07. – 11. 06.2010 zur bundesweiten Bildungsstreik-Aktionswoche

Die Kritische Uni Kassel (KUK) veranstaltet, im Rahmen der bundesweiten Bildungsstreikaktionswoche vom 07. bis 11. Juni 2010 das Bildungsfestival „reclaim your education!“. Auf dem Uni-Campus am Holländischen Platz wird es in dieser Woche ein vielfältiges Veranstaltungsangebot geben – alles kostenlos, frei von NCs und sonstigen Ausschlussmechanismen.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Wir, die Mitglieder der Kritischen Uni Kasssel (KUK) solidarisieren uns mit den Aktivist*innen aus Witzenhausen, die die Aussaat von genetisch manipuliertem Saatgut durch den Agrarkonzern KWS im niedersächsischen Northeim, zu verhindern suchten.

Die Gefahren durch genetisch veränderter Organismen für das Ökosystem und die Gesundheit des Menschen sind nach wie vor nicht kalkulierbar. Es ist sehr fraglich, ob eine Koexistenz von genetisch veränderten Pflanzen möglich ist; obwohl die Praxis in Ländern wie Kanada mittlerweile das Gegenteil beweist, hält KWS nach wie vor an seiner Behauptung fest. Fakt ist auch, dass das Hungerproblem weder durch die industrielle Landwirtschaft, noch durch genetisch veränderte Pflanzen gelöst werden kann.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Wir haben erste Rückmeldungen bekommen. Einige ausgewählte Beiträge dokumentieren wir an dieser Stelle. Wir danken allen AktivistInnen und SympatisantInnen für ihre praktische Solidarität und freuen uns über weitere Unterstützung. Bitte lasst uns eine Kopie/Weiterleitung zukommen.  Einen Brief, der einfach nur abgeschickt oder als Vorlage bentutzt werden kann findet ihr im “Freiraum bedroht”-Artikel.  Gemeinsam für eine freie und emanzipatorische Bildung!

Verehrter Herr Postlep,

ich habe heute Morgen im Radio eine Meldung vernommen, die ich für
sehr bedauernswert halte. Dort wurde auf Studenten ihrer Universität
aufmerksam gemacht, die von Ihnen aus ihren Räumlichkeiten gedrängt
wurden.
Diesen Beitrag weiterlesen »

Die seit dem Bildungsstreik im Juni 2009 bestehende Initiative Kritische Uni Kassel (KUK) muss wieder um ihren Raum kämpfen. Der sogenannte KUK-Raum liegt zentral auf dem Campus der Universität Kassel am Holländischen Platz und gilt spätestens seit der permanenten Aneignung im Dezember 2009 als Freiraum für Studierende und sonstige Interessierte, die dem verkürzten (Un)Bildungsverständnis an der Hochschule widersprechen wollen und Alternativen praktizieren möchten. Die KUK versteht sich als offene Plattform für diejenigen, die gemeinsam im Prozess ein emanzipatorisches Bildungsverständnis aufbauen wollen und dabei den gesamtgesellschaftlichen Kontext als unverzichtbar ansehen.

Diesen Beitrag weiterlesen »

EinladungIn den seit Monaten dauernden Protesten setzen sich europaweit Studierende für freie Bildung für alle ein.

In Wien starten engagierte Universitäts-angehörige, Angestellte aus verschiedenen Branchen und Studierende das Projekt „Kritische und Solidarische Universität – ein Freiraum für Solidarität (KriSU)“. Hier soll kritisches Forschen, befreiendes Lernen und solidarische Praxis erprobt und in die Gesellschaft hineingetragen werden.
Diesen Beitrag weiterlesen »

KUK-Logo-icon

Der Bildungsstreik geht weiter!

Seit dem 9. Dezember trifft sich das Protestplenum im wiederangeeigneten Raum der Kritischen Uni Kassel (KUK), der bereits während der Proteste im Sommer besetzt worden war. Damit wird den KommilitonInnen wieder der reguläre Vorlesungsbetrieb in den Hörsälen ermöglicht. Jetzt liegt es am Präsidium Handlungsbereitschaft in Bezug auf die Forderungen der Studierenden (Resolution 3.0 vom 28.11.) im Sinne des offenen Briefes (vom 08.12.) zu zeigen. Der Umzug ist somit nicht das Ende des Streiks, sondern vielmehr das Einleiten eines dauerhaften Arbeitsprozesses, der nur in langfristig verfügbaren Räumlichkeiten gewährleistet werden kann. Denn lediglich so können notwendige nachhaltige Veränderungen herbeigeführt werden.

Da wir weiterhin davon überzeugt sind, dass dies nicht ausschließlich auf inneruniversitärer Ebene stattfinden kann, arbeiten wir zudem als Teil einer landes-, bundes- und transnationalen sozialen Bewegung für eine freie und unabhängige Bildung.

Die Streikenden sind weiterhin in Arbeitsgruppen und regelmäßigen Plena organisiert.

Offener Brief der Streikenden aus Hörsaal VI der Universität Kassel

Kassel, den 08.12.2009

An das Präsidium der Universität Kassel und die Öffentlichkeit

Am 18.11.2009 sind wir in den Streik getreten, um auf die katastrophalen Zustände im Bildungssystem aufmerksam zu machen. Wir schlossen uns damit der globalen Bewegung an, die sich gegen die fortschreitende Ökonomisierung der Bildung und die Entdemokratisierung der Hochschulen stellt.

Wir besetzten zunächst Hörsaal I am Standort Holländischer Platz der Universität Kassel, mit dem Ziel einen Raum zu schaffen, der Diskussionen mit einer großen Anzahl von Studierenden und anderen Betroffenen möglich machen sollte. In einem zweiwöchigen Arbeitsprozess entstand der ausdifferenzierte und erweiterte Forderungskatalog der Streikenden der Universität Kassel (-> Resolution 3.0). Schon zu Beginn mussten wir feststellen, dass das Präsidium keine ernsthaften Ambitionen hegt, sich konstruktiv mit unseren Forderungen auseinander zu setzen. Die aktuelle Stellungnahme des Präsidiums hat wiederholt gezeigt, dass sich bis jetzt diesbezüglich absolut gar nichts geändert hat. Sie ist oberflächlich, die Missstände verharmlosend und den Gesamtzusammenhang verklärend. Die ausweichende Taktik der ersten Tage setzt sich so weiter fort. Der geführte Scheindialog des Präsidiums erreicht in der aktuellen Stellungnahme seinen Höhepunkt.

Das Präsidium lobte uns mehrfach für unsere Kooperation. Dieses Kompliment können wir nicht zurück geben. So haben wir u.a. im bestreikten Hörsaal Lehrveranstaltungen ab dem sechsten Tag der Besetzung zugelassen. Selbst der Umzug in einen kleineren Hörsaal wurde vom Präsidium nicht wertgeschätzt. Dieser galt der Entlastung der unter besonders starkem Leistungsdruck stehenden KommilitonInnen, bei denen durch die engen Lehrpläne bereits der Ausfall einer einzigen Veranstaltung zu Versagensängsten bezüglich der Prüfungen und des weiteren Studienverlaufs führen. Die Ängste der Studierenden werden instrumentalisiert um Druck auf die Streikenden auszuüben und damit eine Entsolidarisierung aller Betroffenen zu provozieren.

Das Präsidium war nicht bereit auch nur eine einzige unserer direkt umsetzbaren Forderungen zu erfüllen, geschweige denn auf die einzelnen Forderungspunkte schriftlich klar Bezug zu nehmen. Dies wirkt umso erschreckender, wenn man bedenkt, dass das Präsidium die Sinnhaftigkeit unserer Forderungen nie in Frage stellte – im Gegenteil, es erkannte sie vor dem Streikplenum wiederholt als berechtigt an.

Der Vorschlag von Seiten des Präsidiums die Besetzung und damit den Streik aufzugeben und unsere Forderungen ausschließlich in hochschulpolitischen Gremien zu artikulieren, erscheint unter den gegebenen Umständen als eine Farce. Unsere Forderung nach Gewährleistung des veranstaltungsfreien Mittwoch Nachmittags, um die Gremientätigkeit zur Mitbestimmung wahrnehmen zu können, ist nach wie vor nicht erfüllt. Damit einher geht ein eklatanter Zeitmangel, dem die Studierenden ausgesetzt sind. Dieser wird durch den massiven und stetig anwachsenden Leistungsdruck und durch die verkürzte Studienzeit ausgelöst. Unter diesen Umständen ist die Wahrnehmung und Umsetzung universitärer Demokratie nicht durchführbar.

Das Präsidium der Universität Kassel bedient sich aktuell verleumderischen Mitteln, um die Streikenden zu kriminalisieren und so einen Keil zwischen die Studierenden zu treiben. Inzwischen scheint sogar die Erwägung eines Einsatzes von Polizeikräften auf dem Campus dem Präsidium ein zweckmäßiges Mittel zu sein, um dem inhaltlichen Dialog auszuweichen. Kritisches Denken läuft somit Gefahr vom Ort seines Ursprungs ausgeschlossen zu werden.

Solange das Präsidium der Universität Kassel nicht bereit ist, die Streikenden als gleichberechtigten Verhandlungspartner anzuerkennen und sich ernsthaft mit den Forderungen zu befassen, stellt die Freigabe des Hörsaals VI keine Option dar. Da an der Universität Kassel effektiv kein Raum für studentische Initiativen, welche sich kritisch und selbstorganisiert mit Inhalten ihrer Wahl auseinander setzen möchten, zur Verfügung steht, ist die Aneignung des Hörsaals erforderlich.

Die Androhung des Präsidiums, von seinem Hausrecht gebrauch zu machen, drückt nicht, wie behauptet, Respekt gegenüber den Studierenden, sondern im Gegenteil eine geringschätzende Haltung gegenüber diesen aus, da sie somit als äußerliche “Fremde“ und nicht als organischer Bestandteil der Hochschule definiert werden. Eine solche gewaltsame Vorgehensweise mit studentischen Protesten dient nicht der Lösung der objektiv bestehenden Probleme im Bildungssystem.

Wir fordern das Präsidium auf, sich explizit und verbindlich zu jeder einzelnen Forderung in einer Verpflichtungserklärung zu äußern. Dies schließt ein, Wo, Wann und Wie diese diskutiert und umgesetzt werden können, bzw. wie die Hochschulleitung den Forderungen auf landes- und bundespolitischer Ebene Nachdruck verleihen wird.

PressegruppeVI

Download-Version

Gestern Nacht beschloss das Kasseler Streikplenum von Hörsaal I in den Hörsaal VI in der Arnold-Bode Str. 12 umzuziehen. Die Studierenden begründeten die Entscheidung mit der Notwendigkeit die inzwischen eingefahrene Situation zu lösen und weitere Schritte nach vorne zu gehen.

Um die eingefahrene Situation des Kasseler Bildungsstreiks wieder in konstruktivere Bahnen zu lenken, besetzten Studierende unterschiedlichster Fachbereiche Freitag früh gegen 6:30 Uhr Hörsaal VI (HS VI) an der Universität Kassel. Der Entscheidung waren kontroverse Diskussionen vorausgegangen. Seit vergangenen Montag hatten die Streikenden die Besetzung von Hörsaal I (HS I), den größten Hörsaal der Universität, nur noch eingeschränkt fortgeführt. Anstatt die Vorlesungen komplett zu blockieren beanspruchten sie die erste viertel Stunde der Veranstaltungen um die Studierenden, die nicht am Streik teilnahmen durch ein Videos, Pressebeiträge und die Vorstellung von Kritik und Forderungen aufzuklären und so eine breitere Unterstützungsbasis zu schaffen. Das Mittags-, Abendplenum und die alltäglichen Besetzungsstrukturen blieben weiterhin in HSI bestehen. So waren Aktivist*innen auch während den Vorlesungen im Raum präsent.

Dieser Weg zeigte deutliche Erfolge. So konnten verschiedene Fachschaften, u.a. der Wirtschaftswissenschaftler*innen und Sprachwissenschaftler*innen für den Streik gewonnen werden. Der Fachschaftsrat 07 (Wiwi) verabschiedete eine Solidaritätserklärung, die die eingeschränkte Besetzung als angemessene Form begrüßte. Eine Unterschriftenliste, mit inzwischen über 3000 Unterschriften schafft zusätzliche Unterstützung für die Streikenden.

Die eingeschränkte Besetzung erhöhte zwar die Solidarität unter den Studierenden für den Streik, führte jedoch zugleich zu einer partiellen Lähmung der inhaltlichen Auseinandersetzung und an dem eigentlichen Gedanken eines Streiks vorbei, so eine Besetzerin. Da der Bildungsstreik von vielen Studierenden eher passiv konsumiert, anstatt aktiv unterstützt wird, fehlten die nötigen personellen Kapazitäten, um gleichzeitig einen weiteren Arbeitsraum für die AGs in Beschlag zu nehmen. Zudem wurde die Koordination der AGs eingeschränkt. Ein Besetzer kommentierte die Situation treffend: „Ich kann so nicht arbeiten!“

Der nun bereits zweiwöchige Bildungsstreik trete nun in einer zweite Phase ein. Ein ausdifferenzierter Forderungskatallog an Hochschulleitung, Land und Bund wurde mehrfach überarbeitet und nun vom Streikplenum, dass im besetzten Hösraal darüber abstimmte, angenommen. Am Sonntag Abend wurde die Resolution dem Kanzler Hr. Kuhn der Uni übergeben. Die Besetzer*innen luden nocheinmal mit Nachdruck alle Studierenden ein, sich am Streik aktiv zu beteiligen. Die Uhrzeit des täglichen Plenums wird auf den bekannten Seiten (twitter#kasselbrennt, kritischeuni.de etc.) veröffentlicht

stay tuned, stay rebel