Veranstaltung & Studienprojekt: Jugend-Jugendbewegung’ Juni 2010

Veranstaltungsreihe zum Thema Jugendbewegungen im historischen Kontext. Von Niels Beckenbach.

1. Sitzung am 21.Juni 2010, 18Uhr Nora-Platiel-Str. 6, 0207. Literaturhinweise: Erik H. Erikson (2 Texte) s.o.; zur Strukturierung des gesellschaftlichen/ zeitlichen Raumes: Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels (S.11-19, 29- 43,131 – 143, 155-179); Filmausschnitt: Rebel without a cause ( 1955, Regie: Nicholas Ray. Darsteller: James Dean, Natalie Wood).

2. Sitzung am 28.Juni 2010. Literaturhinweis: J. Savage: Teenage. Die Erfindung der Jugend, Frankfurt/ M. 2008: (S. 32-48, S. 48 –65, S. 149 –157, 271- 292, 347- 356); Zu Jugendbewegung und Naturromantik: Ricarda. Huch: Der romantische Charakter in Dies.: die Romantik. Blütezeit, Ausbreitung und Verfall. Tübingen 1951, S.112- 142 (Zusatzlektüre: Fr. Schlegel: Lucinde. Briefroman).

3. Sitzung am 12.Juli 2010. Literaturhinweis: Aufschwung, ‚Blüte’ und Ende (?) der Jugend- Bewegungen nach 1945. Beitrag von Rudi Dutschke in: Bergmann, Dutschke, Rabehl, Levevre: Rebellion der Studenten oder Die neue Opposition. Rororo 1043.Reinbek bei Hamburg 1968 (S.33- 93); Dok.- Film über Rudi Dutschke. Kontrastiv: : Germanys Next Top Model. TV- Serie.


Jugend im soziologischen Diskurs

Das Jugendalter, seine zeittypische Artikulation, wurde Mitte/ Ende der 50er Jahre, nach Abschluß der ersten Wiederaufbauphase in der Bundesrepublik, soziologisch zum Thema. Erste Filme zur Jugendproblematik (‚Denn sie wissen nicht, was sie tun’ (feat. James Dean) , Die Halbstarken’ (feat. Horst Buchholz und Karin Baal, es existiert übrigens je eine Verfilmung Ost und West; der Vergleich ist lohnend) und eine soziologisch- sozialpsychologische Veröffentlichung von Herbert Marcuse (Eros and Civilization, 1955, dt. Triebstruktur und Gesellschaft) waren erste Zeichen einer Jugend ‚in Bewegung’, damals meistens ‚Jugendunruhen’ genannt

Als Ludwig von Friedeburg in der Einleitung zu der von ihm herausgegebenen Textsammlung ‚Jugend und Gesellschaft’ (Köln 1965: K und W) in Erinnerung rief, daß die Nicht- Angepasstheit der Jugend ‚von Alters her’ für Eltern, Erzieher und sogar für die Philosophen zu den Probleme des Daseins gehörte, war die Welt in der Bundesrepublik noch in Ordnung. Eine ‚skeptische Generation’ , so Helmut Schelsky (1964) sei an Politik und Ideologie nicht interessiert, orientiere sich hin auf den berufliche Zukunft oder sei überwiegend an Freizeit interessiert; dominante Leitbilder der Jugend, so noch 1967 eine Umfrage der ‚FR’, seien Anpassung, Arrangement mit den Wertvorstellungen der Eltern und ein sich- Einrichten in den Segnungen der Wohlstandgesellschaft (FR v. 2.12.67). Für die Studierenden, damals eine Bildungs- Elite von ca. 5- 6% eines Altersjahrgangs (hoch-reproduktiv v a bei Medizinern und Juristen) , ermittelten Habermas, Friedeburg u.A. (`Student und Politik’) ein überwiegend angepasstes Gesellschaftsbild, angepasst an die restaurative Wertewelt der Väter.

Die universitäre Wirklichkeit war bis Mitte/Ende der 60er Jahre zugeschnitten auf die ‚repräsentative’ Macht der Ordinarien. Ein hohes Maß an HS- Autonomie nach innen, eine lautlos und naturwüchsig funktionierende ‚Belieferung’ gesellschaftlicher Eliten (dazu, am Beispiel von Juristen und Medizinern, R. Dahrendorf: Gesellschaft und Demokratie in Deutschland, München 1965 , 245 ff., 260 ff.) ;gleichzeitig ein seit Mitte der 60er Jahre kontinuierlich beklagtes Defizit an erforderlicher Modernität: das war die strukturellen Situation der Ordinarienuniversität– im Niveau gerade der herausragenden Fachvertreter immerhin: eine Universität im Sinne von Humboldt. (Phase 1).

Die Gruppenuniversität der 70er- Mitte der 90er Jahre war moderner hinsichtlich der Berücksichtigung von Interessen der Studierenden und des Mittelbaus; sie war geöffnet für ein in der Geschichte der deutschen Universität niemals erreichtes Ausmaß an Autonomie von Lehre und Forschung, auch hinsichtlich einer kritischen Reflexion bestehender gesellschaftlicher Zustände (s. etwa die Denkanstöße hinsichtlich neokolonialer Verwicklungen, dunkler Vergangenheit in Deutschland, hinsichtlich obsoleter Geschlechterrollen und Autoritätsmuster, etc.). Man könnte es so formulieren, daß in der Geschichte der deutschen Universität jugend- spezifische und jugend- bewegte Vorstellungen (Ideen, Ideologien, Gesellschaftsbilder) niemals einen vergleichbaren Einfluß, in der universitären Lehre und ansatzweise auch in der Forschung, einnehmen konnten wie in den 70er und 80er Jahren. Insbesondere die sozialen Disziplinen wie Soziologie, Sozialpädagogik/ Sozialarbeit, Psychologie und Politikwissenschaften (weniger: Geschichte) beeinflussten wiederum in der Folge die entsprechenden Berufsfelder. Daß hier eine internationale Entwicklung vorliegt, sei nur am Rande betont.

Und: das Studieren machte Spaß!

Die Erwähnung dieses Umstands erscheint notwendig, weil zuweilen, auch von seriösen Forschungseinrichtungen wie etwa dem Hamburger Institut für Sozialforschung (W. Kraushaar) , im Einklang mit einem dominanten Tenor der massen- medialen Information, der Eindruck erweckt wird, ‚1968’sei im wesentlichen eine Bewegung hin zur Gewalt gewesen. Indessen trat mit dieser, aus der Binnensicht erfreulichen, Autonomie von Lehre und Forschung ein defizienter Aspekt von Effizienz/ Überprüfbarkeit und Vergleichbarkeit (also auch von transparenten Stufen und Teilerträgen im Falle eines studentischen Wechsels zwischen Hochschulen in Erscheinung. Ob mit der enormen Öffnung der Hochschulen hinsichtlich von regional/ schichtspezifischen Begabungsreserven auch eine Nivellierung des Niveaus einherging, soll hier nicht entschieden werden; diesbezügliche Einwände erscheinen jedenfalls nicht vorn vornherein als abwegig. (Phase 2).

Im Zeichen des Bologna- Prozesses, einerseits, mit zunehmender und hochgradiger Ökonomisierung des Ausbildungssektors wird, so die Befürchtung, belegbar darüber hinaus auf der Ebene der Erfahrung von Studierenden und Lehrenden, der in der Phase 2 immer noch gegebene Charakter einer auch auf allgemeine Bildung (staatsbürgerlich, sozialisatorisch, informell- kollegial) ausgerichteten Hochschule zumindest für die Bachelor- Phase eingeschränkt, wenn nicht sogar in Richtung auf Standardisierung und Verschulung auf Fachhochschulniveau sogar tendenziell eliminiert. Eine in der Geschichte der Universität niemals erlebte Einschränkung der Hochschulautonomie hinsichtlich der Studieninhalte (nicht etwa sind die formell- bürokratischen Strukturen gemeint), eine dramatische Überlastung des Lehrpersonals und, als Konsequenz, mehr und mehr der Wandel des freien akademischen Bürgers in den Helotenstatus eines semiakademischen Arbeit- Nehmers, kognitiv flexibel aber zunehmend unfähig, das komplexe Gefüge von Überforderung und Ent- Intellektualisierung und, dazu komplementär, als Forschungshypothese formuliert, eine medial In Szene gesetzte Spektakel- Welt zu durchschauen (s. dazu Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels, Düsseldorf 1967). Auch hier bieten sich ein filmische Beispiele an: ‚Der Teufel trägt Prada’ (feat. Glenn Close) oder Germanys Next Top Model (feat. Heidi Klum).

Zurück zum zeitgeschichtlichen Faden. Die im Zeichen der 1968er –Revolte partiell (nicht:generell) veränderte Universität – jugend- affiner, bunter, lebendiger, verglichen mit der Ordinarien- Universität nicht unbedingt höher im Forschungsniveau, aber breiter im Anwendungsprofil und vor allem in der relativen Ausschöpfung von Begabungspotentialen: diese den Zeitgeist der 70er und 80er Jahre reflektierende Universität erfährt derzeit einen zweiten grundlegenden Umbau. Effizienz, Verschulung, eine tendenziell betriebswirtschaftliche Reaktion auf das Massenstudium anstelle der kulturellen Öffnung wie in der vorherigen Phase, kennzeichnen die gegenwärtige Lage. Die Transformation eines –so die These- offenen Lernprozesses in ein rigides Leistungs- und Zertifizierungsschema führt zur Überlastung, zu massenhaften Monotonieerfahrungen, zu Entmotivierung und ansatzweise auch zu einer ver-dumpfenden und apathie- förndernden Anpassung auf den Ebenen der Studierenden und innerhalb des akademischen Mittelbaus. Auch im Bereich der Lehrenden steigt der Anpassungsdruck; dies wird offensichtlich allerdings nur bei Wenigen als Problem der Inhalte und der sozialen Beziehungen gesehen, meistens wird innerhalb des Lehrkörpers die Problematik auf die zeitliche Belastung geschoben und damit affektiv ‚entsorgt’. Der neue Hochschullehrer/ die neue Hochschullehrerin: Vorweg- Anpasser an eine für die Universität unerträgliche Sinn- Standardisierung? Für das KUK-Projekt eine Randfrage.

Die derzeitige Situation, so war die übereinstimmende Schlussfolgerung in der Diskussion, ist von Seiten einer Kritischen Universität weder kurzfristig zu ändern noch können- oder sollten- immanent- griffige Incentives für das geforderte Nachdenken über die hier angedeutete Tendenz einer vorauseilenden Selbst- Rationalisierung der gegenwärtigen Universität offeriert werden; dieser Befund gilt für Studierende und für den akademischen Mittelbau gleichermaßen. Foren und intellektuelle Inseln des Nachdenkens- ein romantisches Bild: Inseln der Glückseligen– wie die Kasseler KU- Initiative sollten zunächst durch kontinuierlichen Diskurs konsolidiert und wo immer möglich überregional in Verbindung gebracht werden. Es geht dabei ( noch) nicht um den Aufbau einer Gegenuniversität, wohl aber um die Schaffung- oder, bezogen auf die 70er und 80er Jahre: den Erhalt- einer Alternativkultur zu der fortschreitenden Ver- Betriebswirtschaftlichung der Universität. Eine zu erarbeitende KU- Kultur verhält sich subversiv, gleichsam ‚listig’ gegenüber dem hinter der locker- flexiblen Sprach- Fassaden (‚Spektakelwelt’) sich drehenden Hamsterrad und dem nivellierten Arbeitnehmerdasein der Studierenden.

Das jugendliche Moratorium

Als erster Schritt im Rahmen eines selbstbestimmten Studienprojekts ‚Jugend- Jugendbewegung’ wird, mit dem Ziel einer Anknüpfung an studentische Interessen/ Jugenderleben und der Erarbeitung einer brauchbaren sozialwissenschaftlichen Modellierung wurde vorgeschlagen, die These des Psychoanalytikers Erik H. Erikson vom psychosozialen Moratorium (Identität und Lebenszyklus. Ffm 193, S. 127ff. sowie Ders.: Jugend und Krise,engl. 1968, dt. 1970, Stuttgart.) zum Ausgangspunkt zu nehmen. Thema ist das Jugendalter als Konflikt- und Krisenkonstellation, wo sich (a) in Abhängigkeit der psychischen und sozialen Dynamik (Urvertrauen/ Urmißtrauen, Autonomie- Schuldangst, Initiative- Erfahrung von Ohnmacht und Entwertung) sowie (b) von zeitspezifischen Bedingungen und Möglichkeiten (s. o.: vom Krawall der ‚Halbstarken’ zur artikulierten Revolte) ein Instrumentarium gewinnen läßt, um die Beziehungen zwischen Jugendkonflikt (‚psychsoziales Moratorium’ ) und Jugendbewegungen anhand von ausgewählten Beispielen von der Aufklärung (Rousseau) über die Romantik, die Meißnerbewegung von 1913 bis hin zu den kultur- revolutionären Bewegungen der 60er, 70er und 80er Jahre zu diskutieren. An eine heroisierende Erinnerungs- Bildung ist dabei nicht gedacht. Beispiel: Karl Moor in Schillers Räuber, der junge Werther bei Goethe in der Weimarer Klassik, der Jung- Expressionist Johannes R. Becher (dazu existiert ein vorzüglicher Dokumentarfilm) oder in der neueren Zeit Andreas Baader oder Ulrike Meinhof- diese Biographien stehen für eine destruktive Dynamik des ps.-soz Moratoriums. Dieser Aspekt: progressive, regressiv- destruktive oder ‚neutralisierende’ Konsequenzen/ Dynamiken des Jugendkonflikt wäre nach meinem Vorschlag ein erster Schwerpunkt; die Verbindung des ps.- soz. Moratoriums mit Jugendbewegungen ein zweiter.

N.B. vertrat die These, daß die seit Beginn der Modernisierung im Aufklärungszeitalter bzw. im Falle Deutschlands zu Beginn des 19. Jahrhundert konstitutive Verknüpfung zwischen jugendlichen Identitätskrisen und Jugendbewegungen derzeit sich aufzulösen beginnt. Anders, als Forschungsfrage: Lähmt der ökonomisierungs- bedingte, derzeitige Druck zu ‚flexibler’ Anpassung und zur ‚Verspaßung’ der informellen Sphäre eine kreative und überindividuelle Bearbeitung oder ‚Bewegung’ des ps-soz Moratoriums; findet eine zwangs- hafte Verschiebung des Moratoriums in den individuellen Binnenraum statt? Zu diesem Anwachsen an gesellschaftlichen Problemen paßt die Rückläufigkeit der intellektuellen Öffentlichkeit gegenüber dem Spektakelbetrieb, wie er v a von den Massenmedien in Umlauf gesetzt wird. Die kulturellen Signale zwischen Jugend und Gesellschaft stehen in paradoxem, teilweise sogar surreal erscheinendem Kontrast zu einem notwendigen Dialog über die Probleme der Zeit.

Jugendbilder der 60er- der Film als Mittler

In wohl keinem anderen Medium spiegelt sich das Jugenderleben ähnlich vielfältig und authentisch wie im Film. Wissenschaftler orientieren sich an Erklärungsmodellen- nicht immer mit dem Ergebnis eines vertieften Verstehens. Biographie und Introspektion sind unbestritten wichtige Quellen der Inspiration. Aber das individuelle Erleben bedarf der Deutung- eine Biographie wird interessant als interpretiertes Erleben. Besonders der Film bietet wegen seiner Einbindung in die Kultur der Bilder, wegen der Subjektivität des Autors, häufig auch verstärkt oder nochmals gebrochen durch die Kunst der Darstellung.

In besonderer Weise repräsentiert und spiegelt der Film der 60er Jahre das jugendliche Erleben in der Zeit eines generationen- weiten Aufbruchs. Wenn Erikson darauf hinweist, dass es in aller Regel nicht die Erfahrung einer nieder- drückenden Mangelsituation, nicht die in der Situation der Depravierung geballte Faust ist, von der eine ‚progressive’ Dynamik des psychosozialen Moratoriums im Jugendalter ausgelöst wird, so gilt dies auch und gerade für die 60er Jahre. So wie die Dadaisten und Surrealisten auf dem Feld von Literatur und Malerei in der Epoche der klassischen Moderne sich dem gefälligen oder geschmäcklerischen Stil des Fin des Siècle verweigerten, so wie die Romantiker aus Überdruß und Ekel den bürgerlichen Trott des devoten Einknickens vor dem objektiv nicht mehr zeitgemäßen Absolutismus den Weg nach Innen suchten; ebenso waren es in den 60er Jahren bürger- kritische Intellektuelle wie Godard, Fellini, Fassbinder, Kluge, Schlöndorff oder Antonioni hinter der Kamera und Akteure/ Akteurinnen davor wie James Dean, Marlon Brando, Steve Mc Queen oder, in ihrer Nach- Sissy- Ära Romy Schneider, die sich dem gängigen Rollenschema des Niedlichen und Gefällig- Kitschigen verweigerten.

Aus der Fülle dieser Autoren (s. dazu die inspirierende Darstellung bei Aurich und Jacobsen über die filmischen Sixties ) greife ich Jean Luc Godard heraus. Godard bietet sich als ‚Bildner’ des ps.-soz. Moratoriums und seiner aktionsgeladenen Dynamik auf der Ebene des Individuums (z.B: Pierrot le Fou; Außer Atem) oder der Gruppe (Die Außenseiterbande, la Chinoise) an, weil er in der medialen Brechung des Geschehens jeden Objektivismus des ‚so und nicht anders’ und jede Ideologiebildung (‚unsere Partei’) vermeidet und gerade dadurch das kreative Element des Jugenderlebens im psychosozialen Moratorium und die gegenüber Werbung, Konsum und Kommerz, aber auch gegenüber den verharschten politischen Frontbildungen in der Nachkriegszeit auf die Leinwand bannt. Als zusätzliche Forschungsfrage sei noch angemerkt, dass sich am Beispiel Godard auch die frage beantworten lässt nach nationalen Eigentümlichkeiten in den Jugendbewegungen des späteren 20. Jahrhunderts. Anders als in Frankreich wurde in Deutschland die Jugend zweimal ‚durchstaatlicht’ durch die Machtapparatur einer Diktatur. Der Marsch in die Gewalt im ‚bleiernen Herbst’, teilweise auch bezeichnet als ‚deutscher Herbst’ lässt sich vor diesem Hintergrund möglicherweise besser verstehen.

Lit.: Schock und Schöpfung. Jugendästhetik im 20. Jahrhundert. Neuwied 1986 (ein Ex. Befindet sich in der Kunstbibliothek) sowie Aurich und Jacobsen (Hg.) European 60s Revolte. Phantasie und Utopie. Filmmuseum Berlin 2002