Veranstaltung: Was tun wenn’s brennt? – Rechtshilfetipps für linke Aktivist_innen

Das bürgerlich-kapitalistische Akkumulationsregime BRD unterliegt – wie jede herrschende Ordnung – dem Selbsterhaltungsprinzip, d. h. es will sich permanent vor tiefgreifendem strukturellen Wandel schützen (zum einen durch Integration, zum anderen durch Ausgrenzung).

aufgeflogener Spitzel in der linken Szene in Heidelberg

Hier setzt „staatliche Repression“ an – zum „Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit der BRD und ihrer Länder“. Ziel dieser Repression sind demnach alle, die geltende Gesetze übertreten könnten; zu ihrem politischen Maßnahmenkatalog gehören Abschreckung, Vorbeugung, Konfrontation und Vergeltung.

Im Vortrag soll es darum gehen, aufzuzeigen, mit welchen Organen es Menschen zu tun haben, die ins Visier des Staates geraten sind. Was ist zu tun auf Demos, Kundgebungen, bei Hausdurchsuchungen, bei Vorladungen usw.? Was macht mensch, wenn Mitarbeiter_innen des Inlandsgeheimdienstes an der Tür klingeln oder gar am Arbeitsplatz auftauchen? Außerdem soll ein Schwerpunkt des Vortrags angesichts der Ereignisse in Heidelberg auf den Umgang mit repressiven Maßnahmen gelegt werden, die im Zusammenhang mit dem groß angelegten Einsatz von Polizeispitzeln in der linken Szene zum Tragen kommen.

Dieser Vortrag eines Mitglieds des Bundesvorstands der linken Solidaritätsorganisation Rote Hilfe e.V. soll durch Weitergabe antirepressiver Grundinformationen dazu dienen, sich von diesen oder anderen Maßnahmen auch weiterhin nicht einschüchtern zu lassen.

Die Veranstaltung findet am Di., 19.07.11 um 19Uhr im Karoshi (Gießbergstraße 41-46) statt!

2 Antworten zu “Veranstaltung: Was tun wenn’s brennt? – Rechtshilfetipps für linke Aktivist_innen”

  1. Ah, toll, erst wochenlang Veranstaltungen gegen Abschiebungen etc. machen und dann Veranstaltungen in einem Zentrum machen, welches Rassisten wie Thomas Maul die beim Rechtsradikalen Raddatz abgeschrieben haben, ein Podium bieten.

  2. Wir sind nicht verantwortlich für all das, was in den Räumen stattfindet, in denen wir unsere Veranstaltungen durchführen (um ein anderes Beispiel zu nennen, stimmen wir auch Militärforschung an der Uni nicht zu, nur weil wir dort Veranstaltungen anbieten).
    Dies ist keine inhaltliche Positionierung in Bezug auf die Debatte, auf die sich der oben stehende Kommentar bezieht. Wir wollen uns auf diese Diskussion nicht einlassen!

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