Kämpfe für Bewegungsfreiheit in Zeiten von Weltwirtschaftskrise, Arabischem Frühling und EU-Abschottung / Struggles for Freedom of Movement in Times of the World Economic Crisis, the Arab Spring and Fortress Europe

Bernd Kasparek (bordermonitoring.eu/ kritnet)

28.01.14 / Stadtteilzentrum Wesertor [Weserstr. 26]

Die in den Metropolen hervorgerufene Wirtschaftskrise hat die Zahl der Hungernden weltweit auf über eine Milliarde steigen lassen und der von Europa kritisch beäugte arabische Frühling bzw. dessen blutige Niederschlagung lassen tausende von Flüchtlingen entstehen. Zehntausende machen sich angesichts von Hunger, Krieg, Perspektivlosigkeit und/oder auf der Suche nach einem besseren Leben jedes Jahr auf den Weg in die Festung Europa. Tausende sterben jedes Jahr bei dem Versuch dorthin zu gelangen.

Deutschland treibt dabei den Ausbau der Festung Europa sowohl hinsichtlich der Sicherheitstechnologie als auch in Bezug auf den rechtlichen Rahmen sehr aktiv voran. Dabei achtet es immer genau darauf, dass ein Großteil der Migrant_innen nicht bis nach Deutschland, sondern maximal bis in die südeuropäischen Länder gelangen. Zugleich wirbt Deutschland in Spanien und Griechenland aktiv Arbeitskräfte an und profitiert einmal mehr von den Auswirkungen der Sparpolitik innerhalb der EU.

Was hat sich in den letzten Jahren an der EU-Abschottungspolitik, den Grenz- und Migrationsregime allgemein geändert? Wie wirkt sich die Krisensituation auf die Flüchtlinge und Migrant_innen und deren Rechte in (Süd-)europa und anderen Teilen der Welt aus? Welche sozialen Kämpfe werden derzeit rund um die Thematik geführt?

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Due to the economic crisis, caused by the industrialized countries, the number of starving people in the world rose to more than one billion. The Arab Spring and especially the cruel reaction to it let thousands of people flee. In the face of hunger, war, lack of perspectives and/or looking for a better life, they embarked on their way towards Fortress Europe. This is a risky undertaking with thousands dying every year on the way.

Germany actively builds up Fortress Europe both in terms of security technology and concerning the legal framework. Germany always pays attention that most migrants do not reach the country, but only reach the Southern European countries. However, Germany also recruits labour migrants from Spain and Greece and is profiting once more from austerity policies within the EU.

What has changed concerning Europe’s border and migration regime in the last years? What does the economic crisis mean for refugees and migrants and their rights in (Southern) Europe and other parts of the world? What do those demand who are active in current social struggles?