Die KUK empfiehlt: Hurria! – Theater zu Revolution und Bewegungsfreiheit von und mit Riadh Ben Ammar

HurriaVorderseiteHurria bedeutet auf Arabisch Freiheit. Aus der Perspektive eines Harraga eines Grenzverbrenners erzählt das Stück Hurria! unterschiedliche Wege der Freiheitssuche, die mit der Revolution in Tunesien eine neue Qualität bekommen haben. Viele junge Menschen haben das Land verlassen. Tausende sind als Flüchtlinge in Lampedusa gelandet. Damals sagte der deutsche Innenminister Thomas de Maizière, dass die Menschen erkennen müssten, dass sie nach Tunesien gehören würden. Sie sollten dort bleiben und ihr Land aufbauen.

Das Theaterstück versteht sich als eine Antwort auf solche Aussagen. Es thematisiert die vielfältigen Wege der Freiheitssuche, die mit der Revolution eine neue Qualität bekommen haben. Denn neben dem Kampf gegen die Diktatur war die Revolution auch ein Kampf gegen das europäische Migrationsregime. Hurria! fragt, wie die Probleme der Nordafrikaner*innen mit der europäischen Migrationskontrolle zusammenhängen, also auch, was europäische Tourist*innen in Tunis, Frontex, Abschiebungen und religiöser Fundamentalismus miteinander zu tun haben.

Riadh Ben Ammar ist vor 15Jahren als Harraga nach Deutschland gekommen. Lange war er unfreiwillig in einem Flüchtlingslager in Mecklenburg Vorpommern untergebracht und hat anschließend mehrere Jahre in Kassel gelebt. Inzwische lebt er in Berlin und ist bei Afrique-Europe-Interact, sowie im Refugee Moovement aktiv.

27.8.2014 – 20:30 – Kulturzentrum Schlahthof, Mombachstr. 10-12 Kassel

28.8.2014 – 20:30 – ELWE, Leipzigerstr. 11/ gegenüber der Haltestelle

Eintritt frei!

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Initiative Kritisches Theater Kassel mit dem Kulturzentrum Schlachthof e.V., dem Fachgebiet „Politik der Arbeitsmigration“ am FB 05 der Universität Kassel und des AstA Kassel.