Nächste Runde: Gegen die Militarisierung unserer Uni! Kommt zum Vernetzungstreffen!

Liebe AntimilitaristInnen,

die im Frühjahr 2008 gestartete antimilitaristische Initiative an der Universität Kassel wird einen nächsten Schritt gehen, bei dem alle antimilitaristischen UnterstützerInnen gefordert sind. Die AG Anti-Militarismus der Kritischen Uni Kassel will hierzu im Dezember ihre Forderungen in den Universitätsenat tragen. Hiermit soll unterstrichen werden, dass Militarisierung in Bildungseinrichtungen keinen Platz hat.

Ausgangspunkt dafür war eine Veranstaltungsreihe im Mai 2008, bei der Vertreter von Militär und Rüstung (NATO & EADS) geladen waren. Dabei sollten Innovationskonzepte in der Unternehmenspraxis im Mittelpunkt stehen (Titel „Kooperation Wissenschaft und Wirtschaft“). Schnell bildete sich ein Aktionsbündnis gegen diese Veranstaltungsreihe, um auf diese problematische Kooperation aufmerksam zu machen. Weil kritischer Diskurs seitens der verantwortlichen Referenten nicht zugelassen wurde, sorgte das Bündnis unter anderem für den Abbruch der NATO-Veranstaltung.

Die an die Protestaktionen gebundenen Forderungen:

  • Es darf keine Forschungskooperation mit Rüstungsindustrie und Militär an oder unter Beteiligung der Universität Kassel geben.
  • Es dürfen keine Veranstaltungen von Rüstungsindustrie und Militär an oder unter Beteiligung der Universität Kassel stattfinden.
  • Es dürfen keine Drittmittel aus Rüstungsbetrieben und/oder Militärinstitutionen verwendet werden.
  • Es soll ein fachbereichsübergreifender Ethikkodex erarbeitet werden, der einer verantwortungsvollen wissenschaftlichen Praxis „gegenüber [den] Herausforderungen in Natur und Gesellschaft“ gerecht wird. Dieser soll von einer paritätisch mit Mitgliedern der Universität Kassel besetzten Kommission erarbeitet werden.
  • Die Universität Kassel muss sich ihrer Rolle innerhalb der Gesellschaft, insbesondere in Bezug auf Militarisierung, unter Einbeziehung aller Mitglieder bewusst werden und eine klare Position dazu beziehen. Daher fordern wir regelmäßige Veranstaltungs- und Diskussionsreihen zum Thema Militär und Universität.

…sollen nun auf institutioneller Ebene durchgesetzt werden. Dies stellt einen Ansatzpunkt für notwendige antimilitaristische Arbeit dar. Da diese nicht auf die Universität beschränkt sein soll, braucht es den Austausch verschiedener gesellschaftlicher Akteure. Deshalb soll am 24. November ein Vernetzungstreffen stattfinden, bei dem die genannten Forderungen zur Diskussion gestellt werden sollen, um sie für uns alle in einen angemessenen Rahmen zu setzen.

Das Vernetzungstreffen finden statt:

am 24. November um 17:00 in der Moritzstrasse 2, Raum 1200.


Kontakt:
antimilitarismus[at]gmx.net

AG Anti-Militarismus

Das Treffen ergab folgenden Antrag:

Senatsantrag AG Anti-Militarismus