Offener Brief der Initiative „Lucius-Burckhardt-Platz bleibt!“

An den Präsidenten der Universität Kassel Reiner Finkeldey, den Kanzler Oliver Fromm, den Baubeauftragten zur Erschließung Campus Nord Klaus Sausmikat, den Pressesprecher Sebastian Mense und das Landschaftsarchitekturbüro K1

Betreff: Ihre Mitteilung auf der Internetseite „Die Universität Kassel baut“

Werte Herren,

bezugnehmend auf Ihre öffentliche Mitteilung auf der Internetseite „Die Universität Kassel baut“ vom 17.05.2016 („Bauarbeiten westlich des Campus Centers – Einige Änderungen gegenüber ursprünglicher Planung“) müssen wir, die Initiative „Lucius-Burckhardt-Platz bleibt!“, erneut größte Verwunderung und Verärgerung über Ihr weiterhin wenig kooperatives Verhalten zum Ausdruck bringen: Bis zum 16.05. wurde uns Zeit gegeben (also gerade einmal vier Tage inklusive zweier Feiertage) um uns zu den zwei vorgeschlagenen Varianten der Bauablaufplanung zu äußern. Trotz des hohen Zeitdrucks haben wir es in einem Abstimmungsprozess innerhalb der vielfältigen Gruppe (Studierende, Mitarbeiter*innen der Uni, Anwohner*innen) geschafft, uns innerhalb der Frist zu Ihren Planungen zu verhalten – die Öffentlichkeitsreferentin des AStA, Raphaela Becker, hat diese Stellungnahme pünktlich an Sie gesendet. Die Stellungnahme wurde nicht nur durch die Initiative, sondern ebenso, klar und deutlich, durch den studentischen Treffpunkt Café Desasta unterstützt.

Ihre Reaktion?

Sie behaupten öffentlich,

  • dass es diese Stellungnahme nicht gegeben hätte (schicken Ihre Antwort sogar in genau der Mail, in der diese Stellungnahme steht, was es uns sehr leicht macht, das Gegenteil zu beweisen);
  • dass lediglich „Personen außerhalb der Universität“ unzufrieden mit Ihren Angeboten waren und daher eine Neugestaltung des Platzes inklusive Mitbestimmungsprozess fordern, während die Initiative wiederholt in direkten Gesprächen und vielen Mitteilungen und Texten darauf verwiesen hat, dass sehr wohl eine große Anzahl von Uni-Angehörigen darin aktiv ist und zudem das Studierendenparlament in dessen letzter Sitzung einen Beschluss verabschiedet hat, der ganz klar der Initiative einen festen und legitimierten Platz in den Verhandlungen zur Campus-Umgestaltung zuweist und darüber hinaus auch das Team des studentischen Treffpunkts Café Desasta die Stellungnahme unmissverständlich unterschrieben hat;
  • dass der Grund für Ihre Ablehnung einer Neuplanung die Sicherstellung eines Evakuierungsplatzes und einer Feuerwehrzufahrt ist, obwohl diese Notwendigkeiten nie von der Initiative oder dem studentischen Treffpunkt Café Desasta infrage gestellt wurden und natürlich in einer Umgestaltung der Planung berücksichtigt werden könnten – viel wahrscheinlicher scheint es uns (und diese Ehrlichkeit hätten wir dann auch erwartet), dass Ihnen Kosten, die Einhaltung Ihrer Zeitpläne und die Durchsetzung ihrer paternalistischen Planung wichtiger sind als Mitbestimmung und Beteiligungsprozesse.

Wir erwarten daher mindestens eine umgehende Richtigstellung Ihrer falschen Angaben auf der Homepage mit Bezug auf die angebliche Nichtexistenz unserer Stellungnahme und damit auch eine Erklärung, warum Sie sich entschieden haben, diese geradeheraus zu ignorieren. So viel Ehrlichkeit und Transparenz fordern wir im Mindesten von Ihnen.

Gezeichnet
die Initiative „Lucius-Burckhardt-Platz bleibt!“

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