“In der Tat – das Lesen ist nicht etwa ein intellektueller Zeitvertreib,
sondern ein ernsthaftes und engagiertes Handeln [...].” (Paulo Freire)
- “ABC des Anarchismus” von Alexander Berkmann (PDF)
- “Bildung ist keine Ware” – kritische Anmerkungen zu einer politischen Parole” von Gerhardt Stapelfeldt (Link)
- “Bildungsproteste globalisieren sich” (Link)
- “Das Elend der Studierendenproteste – Zur Kritik am Bildungsstreik” von La Banda Vaga (PDF)
- “Der Peak der Proteste? Zur Perspektive der Bewegungen an den Unis” von Andreas Exner (Link)
- “Die ganze Küche – Solidarische Kritik an der Studi-Demo in Graz am 5.11.2009″ von Andreas Exner (Link)
- Das Hessische Hochschulgesetz (HHG). Gültig ab 01.01.2010.
- “Direkte Aktion – Zum Verständnis eines Konzeptes” von Harald Beyer-Arnesen (PDF)
- “Gramsci, Freire und Critical Education” (Link)
- Was “Ökonomisierung der Bildung meint” (Link)
- “Wir sind unpolitisch! – Eine Antwort auf die Kritik am Bildungsstreik Kassel”
- “Prekärer Protest. Beschäftigte der Hochschulen im Bildungsstreik” von Thomas Sablowski (Link)
- “Protest am Ende – was dann? Für eine Solidarische Ökonomie der Universität” von Andreas Exner (Link)
- Textsammlung zum Bologna-Prozess, Bildungsstreik, HHG, Internationalisierung von Bildungspolitik und neoliberaler Hochschule anlässlich des Hessischen Bildungskongresses 2009 in Kassel
- Tipps und Tricks beim Umgang mit den Justizbehörden findet ihr in “Wenn du nicht so eingefahren wärst” (PDF) und bei “Wenn der Staat sich meldet” (PDF)
- “Thesen zu Rationalisierung und Privatisierung im Bildungsbereich. Für einen erweiterten Privatisierungsbegriff” von Jürgen Klausenitzer (PDF)
„Aus meiner sozialistischen Jugendzeit habe ich viele Ideen und Ideale ins Alter gerettet. Insbesondere: Jeder Intellektuelle hat eine ganz besondere Verantwortung. Er hatte das Privileg und die Gelegenheit, zu studieren; dafür schuldet er es seinen Mitmenschen (oder „der Gesellschaft“), die Ergebnisse seiner Studien in der einfachsten und klarsten und verständlichsten Form darzustellen. Das Schlimmste – die Sünde gegen den heiligen Geist – ist, wenn die Intellektuellen versuchen, sich ihren Mitmenschen gegenüber als große Propheten aufzuspielen und sie mit orakelnden Philosophien zu beeindrucken. Wer`s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er`s klar sagen kann. [...] Was ich oben (Punkt 1) die Sünde gegen den heiligen Geist genannt habe – die Anmaßung des dreiviertel Gebildeten -, das ist das Phrasendreschen, das Vorgeben einer Weisheit, die wir nicht besitzen. Das Kochrezept ist: Tautologien und Trivialitäten gewürzt mit paradoxem Unsinn. Ein anderes Kochrezept ist: Schreibe schwer verständlichen Schwulst und füge von Zeit zu Zeit Trivialitäten hinzu. Das schmeckt dem Leser, der geschmeichelt ist, in einem so ‚tiefen‘ Buch Gedanken zu finden, die er selbst schon mal gedacht hat.“
(K. Popper)
Literaturtipps:
- Paulo Freire (2007): Unterdrückung und Befreiung, Band 1, Waxmann Verlag
- “Der politische Analphabet [... ist] derjenige, der eine naive Vorstellung vom Menschen und seinem Verhältnis zur Welt hat, – ein naives Verständnis der sozialen Wirklichkeit. Für ihn ist diese Wirklichkeit eine bloße Gegebenheit, etwas, das ist wie es ist, und nicht etwas, das sich im Werden befindet. [...] Damit entflieht er lediglich seiner geschichtlichen Verantwortung. Sofern er Wissenschaftler ist, verschanzt er sich gern hinter der vielberufenen Neutralität seiner wissenschaftlichen Tätigkeit.” (Freire 2007: 35)
- “In Wirklichkeit jedoch kann die Pädagogik insofern nicht neutral sein, als sie immer in einem Handeln besteht, das entweder der `Domestizierung´ der Menschen oder ihrer Befreiung dient. [...] Während also die Erziehung zur `Domestizierung´ das falsche Bewusstsein des Menschen fördern will, um ihre Anpassung an die Wirklichkeit zu erleichtern, kann die Erziehung zur `Befreiung´ nicht etwa in der Bemühung bestehen, dem `Zögling´ Freiheit aufzuzwingen.” (Freire 2007: 34)
